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Die Autoindustrie von morgen

Fahrdienste Holpriger Start für die Carsharing-Fusion von Daimler und BMW

Mit der Zusammenlegung ihrer Mobilitätsdienste wollen die beiden Autobauer den Markt der Zukunft erobern. Doch das Projekt verzögert sich.
11.12.2018 - 17:58 Uhr Kommentieren
BMW will den Carsharing-Dienst weiter ausbauen – auch in Fusion mit Daimler. Quelle: imago/Waldmüller
DriveNow

BMW will den Carsharing-Dienst weiter ausbauen – auch in Fusion mit Daimler.

(Foto: imago/Waldmüller)

Düsseldorf Eigentlich sollte das Gemeinschaftsunternehmen ja längst arbeiten. Doch nun bremsen die US-Kartellbehörden die seit einem Jahr geplante Fusion der Dienstleistungstöchter von BMW und Daimler. Frühestens Anfang 2019 soll das Unternehmen unter neuem Namen und einheitlicher Führung an den Start, heißt es jetzt in Stuttgart und München.

Mit der Fusion wollen die beiden Premiumhersteller nicht weniger als den Markt der Zukunft erobern. Dort werden nicht mehr nur Autos verkauft, sondern Mobilität: sauber und elektrisch, selbstfahrend und für den Kunden digital bestellbar. Auf diesem Feld sind die Autokonzerne nicht allein.

Daimler-Boss Dieter Zetsche wie auch BMW-Chef Harald Krüger fürchten, von neuen Anbietern wie dem US-Mobilitätskonzern Uber und dem chinesischen Pendant Didi in die Zange genommen zu werden. Die bauen keine Autos oder Shuttles, dafür aber Plattformen für Mobilität mit mehreren Hundert Millionen Kunden.

Das wollen die Deutschen auch. BMW-Chef Harald Krüger hat das Ziel ausgegeben, bis 2025 mehr als 100 Millionen Kunden mit Dienstleistungen zu bedienen. Die Carsharing-Töchter DriveNow und Car2go sind der Nukleus dieses Vorhabens. Hinzu kommt ein ganzer Kranz von Dienstleistungen wie das Suchen und Buchen von Ladesäulen und Parkplätzen.

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    Verknüpft mit Angeboten für den öffentlichen Nahverkehr wollen die beiden Autobauer ganze „Ökosysteme“ für städtische Mobilität anbieten, in denen man als „Partner“ für Kommunen von der Ladesäule für bis zum Busticket alles aus einer Hand anbietet. Die Daten liefern unter anderem die Autos, die ab jetzt durchgehend mit Mobilfunkkarten ausgestattet werden und deren Daten auf gemeinsamen Plattformen aufbereitet werden.

    Dennoch hat die Zusammenarbeit Grenzen: So klammern BMW und Daimler ihre Entwicklungen rund um das autonome Fahren aus dem Gemeinschaftsunternehmen aus. Zu groß ist die Befürchtung, der Rivale könnte die Entwicklung abkupfern.

    Ein Fehler, sagen Experten, denn nur gemeinsam können die Deutschen Marktmacht entwickeln. Die Google-Tochter Waymo beispielsweise entwickelt die Technik für Massenhersteller wie Fiat-Chrysler.

    Wer schnell auf hohe Stückzahlen kommt, kann die Standards bei Versicherungen und Zulassungsbehörden setzen. „Insgesamt ermöglicht eine Zusammenarbeit bei den Diensten und Plattformen das bessere Potenzial, um sich am Ende durchzusetzen“, sagt Stefan Bratzel vom CAM-Institut in Bergisch Gladbach.

    Denn wer die meisten Kunden auf seine Plattform im Netz zieht, kann dann auch die Aufträge für die physischen Plattformen, sprich Fahrzeuge, bekommen.“ Schließlich müssen Daimler und BMW vorerst noch vom Autoverkauf leben.

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