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Die Autoindustrie von morgen

Fahrzeughersteller US-Automarkt flaut ab – VW bekommt Probleme mit Abgastests zu spüren

Aufgrund des neuen EU-Abgastestverfahrens kann VW nur verzögert in die USA liefern, was den Absatz belastet. Starke Zuwächse bei SUVs dämpfen den Rückgang aber.
03.12.2018 Update: 04.12.2018 - 00:53 Uhr Kommentieren
Die Auslieferungen seien durch Verzögerungen in der Lieferkette in Europa belastet worden. Quelle: dpa
Volkswagen in USA

Die Auslieferungen seien durch Verzögerungen in der Lieferkette in Europa belastet worden.

(Foto: dpa)

Herndon Volkswagen bekommt auch beim US-Absatz die Schwierigkeiten mit der Einführung neuer Abgastestverfahren in der EU zu spüren. Im vergangenen Monat verkaufte die Kernmarke des VW-Konzerns in den USA mit 26.789 Autos acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Auch insgesamt schaltete der US-Markt im November trotz üppiger Rabatte anlässlich des Shopping-Spektakels rund um den Feiertag Thanksgiving einen Gang zurück. Der US-Branchenriese Ford etwa büßte kräftig ein.

Bei VW seien die Auslieferungen durch Verzögerungen infolge der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchsstandards WLTP in Europa belastet worden, erläuterte das Unternehmen. Der Absatz der Golf-Familie, die in Europa produziert wird, brach um 42 Prozent ein.

Es sei ein schwieriger Monat für die Branche gewesen, sagte Vertriebsmanager Derrick Hatami. Mit starken Zuwächsen bei SUVs konnte VW den Absatzrückgang aber bremsen. Insgesamt stiegen die Verkäufe nach elf Monaten um vier Prozent auf gut 322.000 Autos.

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    Der VW-Sportwagentochter Porsche gelang im November ein Verkaufsplus von 2,1 Prozent. Der ebenfalls zum Wolfsburger Autokonzern gehörende Premium-Hersteller Audi meldete einen Absatzrückgang um elf Prozent auf 17.082 Wagen. Bereits im Vormonat waren die Verkäufe insbesondere wegen schwacher Nachfrage beim Q7 um 17 Prozent gesunken.

    Der deutsche Oberklasse-Rivale BMW legte bei seiner Stammmarke um ein Prozent auf 28.330 Wagen zu. Bei der Tochter Mini gab es einen Rückgang um 12,6 Prozent. Daimler schaffte nach mehreren schwachen Monaten wieder einen leichten Zuwachs – die Hauptmarke Mercedes-Benz USA meldete ein Plus von 0,6 Prozent auf 31.022 Personenwagen.

    Die großen US-Hersteller legten gemischte Zahlen für den November vor. Während der zweitgrößte US-Autobauer Ford 7,1 Prozent weniger Neuwagen veräußerte und damit schon den dritten Rückgang infolge hinnehmen musste, schaffte Rivale Fiat Chrysler ein 17-prozentiges Verkaufsplus.

    Die japanischen Schwergewichte Toyota, Honda und Nissan mussten Einbußen verkraften. US-Marktführer General Motors legt seine Verkaufszahlen nur noch quartalsweise vor. Branchenweit erwarteten Experten ein Absatzminus von zwei Prozent für den US-Markt.

    • dpa
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