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Die Autoindustrie von morgen

Handelsblatt Autogipfel BMW sieht sich mit Elektrostrategie in den USA gut aufgestellt

Produktionsvorstand Oliver Zipse zeigt sich auf dem Handelsblatt Autogipfel zuversichtlich. In der automobilen Transformation setzt BMW auf Flexibilität.
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„Man muss das Primat der Politik akzeptieren.“ Quelle: Uta Wagner für Handelsblatt
BMW-Manager Oliver Zipse

„Man muss das Primat der Politik akzeptieren.“

(Foto: Uta Wagner für Handelsblatt)

Wolfsburg Entspannt gibt sich BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse auf dem Handelsblatt-Autogipfel. Denn der Manager weiß: Bei der Diskussion um Zölle und Wertschöpfung mit der US-Regierung hat BMW gute Argumente.

„Lange bevor das Thema Zölle aufkam, haben wir uns auf den Weg in die USA gemacht“, sagt Zipse. Das sei generell Unternehmenspolitik. Mit der Entscheidung, in einem großen Wirtschaftsraum tätig zu werden, gehe stets der Aufbau von Produktionsstrukturen einher. „Das haben wir in China genauso gemacht“, betont Zipse.

Entsprechend niedrig haben die BMW-Manager die Erwartungen an das Treffen mit der US-Regierung gehängt. Während Daimler und Volkswagen ihre Vorstandschefs nach Washington geschickt haben, hat BMW Finanzvorstand Nicolas Peter zu den Gesprächen entsandt. „Wir haben ja schon gewisse Dinge gemacht. Man muss das Primat der Politik akzeptieren“, erklärt Zipse.

Mit „Dingen“ meint Zipse die klaren Signale, die Vorstandschef Harald Krüger schon in der Vorwoche von der Automesse in Los Angeles in Richtung Weißes Haus gesandt hatte, als er ein neues US-Werk in Aussicht stellte. In South Carolina laufen bereits die Vorbereitungen für die Erweiterungen.

Mit dem neuen Modell X7 kommt BMW dann auf 450.000 Einheiten in seinem US-Werk. Hinzu kommt das Werk in Mexiko, sodass BMW bereits 2021 auf 600.000 Autos in Nordamerika kommen will. Die Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro für ein Motorenwerk dürften sich schnell rechnen, kalkuliert man in München – und nimmt damit Trump den Wind aus den Segeln.

Gute Karten in den USA haben die Bayern auch mit ihrer Elektroautostrategie. „Wir haben uns schon 2007 Gedanken über die städtische Mobilität gemacht und den I3 auf den Markt gebracht“, sagt der Produktionschef. Der Vorstoß kam früh und kostete BMW viel Geld. „Das Modell verkauft sich aber Jahr für Jahr besser“, sagt Zipse.

Und die Bayern geben weiter Strom: 2020 kommt mit dem IX3 der kleine Geländewagen elektrisch, ein Jahr später ein I4. In der automobilen Transformation setzt BMW auf Flexibilität. Als einziger Hersteller baut der Konzern nicht nur unterschiedliche Modelle auf einer Linie, sondern auch mit allen Antriebsarten – auch wenn das mit Mehrkosten verbunden ist. „Wenn man das intelligent macht, dann braucht man keine separaten Strukturen“, hält Zipse dagegen.

Und auch beim zweiten Zukunftsthema, autonomes Fahren, sieht sich BMW gut im Rennen: „Ende dieses Jahres werden wir eine Testflotte mit 70 Autos in Deutschland, Israel und den USA auf die Straße bringen.“ Es gehe aber mehr um Sicherheit als um Schnelligkeit. Nur wenn Kunden der Technik vertrauten, akzeptierten sie auch führerloses Fahren. „Niemand springt mit einem Fallschirm ab, wenn er nicht zu 100 Prozent weiß, dass er auch aufgeht.“

Mit der schrittweisen Einführung der Assistenzsysteme erarbeite sich BMW dieses Vertrauen. 2021 soll mit dem „iNext“ erstmals ein Auto auf den Markt, das zumindest auf Autobahnen weitgehend ohne Fahrer auskommt.

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