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Die Autoindustrie von morgen

Spitzentreffen mit US-Regierung BMW-Chef Krüger bleibt in Deutschland und schickt Finanzvorstand nach Washington

Deutsche Autobosse werden am Dienstag zu Gesprächen im Weißen Haus erwartet. Im Gegensatz zu VW-Chef Diess und Daimler-Chef Zetsche bleibt BMW-Chef Krüger jedoch in Deutschland.
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Im Gegensatz zu VW und Daimler schickt BMW seinen Finanzvorstand zu den Gesprächen nach Washington. Quelle: BMW
Nicolas Peter

Im Gegensatz zu VW und Daimler schickt BMW seinen Finanzvorstand zu den Gesprächen nach Washington.

(Foto: BMW)

MünchenBMW-Chef Harald Krüger wird doch nicht am Spitzengespräch der deutschen Autoindustrie mit Vertretern der US-Regierung in Washington teilnehmen. Finanzvorstand Nicolas Peter sei nach Washington geflogen, bestätigte BMW dem Handelsblatt.

Der Autokonzern nannte keine Gründe. In Industriekreisen heißt es aber, dass es sich nur um ein „Arbeitstreffen“ in Washington handele. Zudem sei die Zielsetzung des Gespräches nicht klar. Unklar sei auch, ob US-Präsident Donald Trump überhaupt teilnehme. BMW-Chef Krüger werde stattdessen am Montagabend zum Innovationsdialog der Bundesregierung reisen.

Die Vorstandschefs von Daimler und Volkswagen, Dieter Zetsche und Herbert Diess, sind dagegen nach Washington geflogen. Sie werden am Dienstagvormittag (Ortszeit) zusammen mit BMW-Finanzvorstand Peter im Weißen Haus in Washington mit wichtigen Vertretern der US-Regierung zusammenkommen. Auf der Agenda steht der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU – verbunden mit der Drohung von US-Präsident Donald Trump, Autos aus Deutschland mit einem Importzoll zu belegen.

Die Drohung hat gewirkt. „Wir sind natürlich darüber besorgt, dass die Zölle wirklich beschlossen werden“, sagte am Montag einer der Verhandler auf deutscher Seite. Die Einladung zu den Gesprächen sei von Seiten der US-Regierung gekommen und von der deutschen Autoindustrie wohlwollend angenommen worden. „Es ist besser miteinander zu reden als übereinander“, ergänzte der Branchenvertreter.

Bei Daimler, Volkswagen und BMW gebe es die Hoffnung, die US-Regierung von der Einführung der Zölle noch abhalten zu können. In Washington treffen die Manager aus Deutschland auf US-Handelsminister Wilbur Ross, den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und möglicherweise noch Larry Kutlow, den Wirtschaftsberater des Präsidenten. Die Teilnahme von Donald Trump an den Gesprächen gilt als unwahrscheinlich.

Die drei deutschen Autokonzerne wären gleichermaßen von Zöllen betroffen. Jährlich werden mehr als 600.000 Fahrzeuge aus deutscher Produktion in den USA verkauft. Die Autos, die Daimler, VW und BMW in Fabriken in den US-Südstaaten produzieren, würden dabei nicht mitgezählt.

Insbesondere von der EU-Kommission war im Vorfeld der Reise Kritik an den deutschen Autovorständen laut geworden. Die Industrie unterlaufe damit die Verhandlungsposition der Europäischen Kommission. Die Industrie weist den Vorwurf zurück. „Die eigentlichen Verhandlungen mit den USA sind allein die Aufgabe der EU-Kommission“, sagte der Branchenvertreter. Die Autobranche versteht den Besuch in Washington als Diskussionsbeitrag, um die Auseinandersetzung zu versachlichen.

Die Konzerne hätten keine fertigen Investitionsversprechen im Gepäck und erwarteten keinen Durchbruch bei den Gesprächen. Es gehe ihnen um Aufklärung: Wie wichtig freier Handel für den Erhalt von Arbeitsplätzen sei. Bei dem Treffen in Washington werde im Übrigen voraussichtlich auch die deutsche Botschafterin Emily Haber mit dabei sein.

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  • Bin gespannt, ob die Abgasbetrüger alle wieder zurück kommen oder im Knast landen, in USA herrscht demokratisches Recht.

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