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Die Autoindustrie von morgen

Studie Deutschland könnte Zehntausende Jobs durch E-Mobilität verlieren

Arbeitsmarktforscher fürchten, dass die Umwälzung der Autoindustrie rund 114.000 Arbeitsplätze gefährdet. Nur wenige neue Jobs dürften entstehen.
05.12.2018 - 10:37 Uhr 2 Kommentare
Alleine im Fahrzeugbau sind laut einer Studie 83.000 Arbeitsplätze betroffen. Quelle: dpa
Autoherstellung bei Audi

Alleine im Fahrzeugbau sind laut einer Studie 83.000 Arbeitsplätze betroffen.

(Foto: dpa)

Berlin In Deutschland werden einer Studie zufolge durch die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren Zehntausende Jobs verschwinden. „Im Jahr 2035 werden knapp 114.000 Plätze aufgrund der Umstellung auf den Elektroantrieb bei Pkws verloren gegangen sein“, sagt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung voraus.

Der Wirtschaft dürften bis dahin rund 20 Milliarden Euro verloren gehen, was rund 0,6 Prozent des realen Bruttoinlandsproduktes entspreche.

Im Fahrzeugbau direkt dürften 83.000 Arbeitsplätze wegfallen. „Andere Branchen geraten ebenfalls in Mitleidenschaft und müssen über 30.000 Stellen abbauen“, erwarten die Forscher. Gleichzeitig dürften fast 16.000 neue Stellen geschaffen werden, etwa im Bauwesen, bei Stromversorgern oder in Teilen des Dienstleistungsbereiches und des Verarbeitenden Gewerbes.

„Von der Elektrifizierung des Antriebsstrangs werden vor allem Fachkräfte negativ betroffen sein“, erwartet das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. „Zeitverzögert sinkt auch der Bedarf nach Spezialisten- und Expertentätigkeiten. In der längeren Frist ergeben sich negative Effekte für alle Anforderungsniveaus.“

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    In den kommenden Jahren dürfte die Umstellung auf E-Mobilität zunächst positive Folgen haben - etwa durch die notwendigen zusätzlichen Investitionen der Autobranche, die Bauausgaben in die Ladeinfrastruktur und die Neuausrüstung des Stromnetzes. Langfristig dominiere aber der steigende Importbedarf an Elektroautos und Traktionsbatterien.

    Gedämpft werde dieser negative Effekt dadurch, dass sich der Kraftstoffbedarf ändere - weg von ausländischem Mineralöl hin zu heimischem Strom.

    Um Jobverluste in größerem Stil zu verhindern, versucht die Bundesregierung, die Batteriezellproduktion nach Deutschland zu bringen. Auch sie befürchtet, dass in der heimischen Autobranche Zehntausende Stellen wegfallen werden, wenn der Antrieb künftig nicht mehr selbst produziert wird wie bei Verbrennungs- und Dieselmotoren, sondern in Asien zugekauft wird.

    Das Wirtschaftsministerium stellt deshalb als Anschubfinanzierung eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ressortchef Peter Altmaier rechnet ab 2021 mit dem Start der Batteriezellenproduktion in Deutschland. Derzeit wollen sich dafür mehrere Konsortien bilden.

    • rtr
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    2 Kommentare zu "Studie: Deutschland könnte Zehntausende Jobs durch E-Mobilität verlieren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • 114000 Arbeitsplätze sind doch gar nichts, denken sie nur daran dass die halbe syrische Arrmee mit einer Million Mann in Deutschland steht und versorgt wird- Dass hier die paar Arbeitslosen erwähnt werden ist doch lächerlich, "Wie schaffen das" und starten in die dritte Welt, wer kann schon das viele CO2 verantworten, das böse Klima, die schreckliche Kohle, das Gas und das gar fürchterliche Öl.
      Der saubere Strom für Akkus wird die Menschheit retten.

    • Könnte... muß aber nicht. Zum einen haben wir in ein paar Jahren eh weniger Arbeitskräfte durch die Demografie. Zum anderen bringt die Digitalisierung auch im Fahrzeug und uns Fahrzeug herum viele neue Jobs - wohl andere.

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