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Die Autoindustrie von morgen

VW-Chef Matthias Müller „Von Preisabsprachen ist mir nichts bekannt“

VW-Chef Müller hat auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel den Vorwurf von Preisabsprachen unter den Autobauern zurückgewiesen. In Arbeitsgruppen sei es um Standardisierungen gegangen. Das Kartellrecht werde sehr respektiert.
25.10.2017 - 11:46 Uhr 2 Kommentare

Das komplette Interview mit Volkswagen-Chef Matthias Müller

Stuttgart Die deutschen Autobauer haben sich bei ihrer von den Kartellbehörden untersuchten Zusammenarbeit nach den Worten von VW-Chef Matthias Müller nicht über Preise abgesprochen. „Das Kartellrecht wird von uns sehr respektiert“, sagte Müller am Mittwoch auf dem Auto-Gipfel des Handelsblatts.

„Von Preisabsprachen beispielsweise, die ein Kartellvergehen darstellen würden, ist mir nichts bekannt“, erklärte der VW-Chef. Auf die Frage, ob er mit einer Strafe rechne, sagte er am Rande der Veranstaltung: „Wir rechnen erstmal mit gar nichts, wir warten erstmal ab.“

In den Arbeitsgruppen von VW, BMW, Daimler, Porsche und Audi sei es vor allem um Standardisierungen gegangen. „Die Zusammenarbeit, die wir pflegen, ist kartellrechtlich nicht anstößig“, erklärte Müller. VW und Daimler hatten die Kooperation selbst bei der EU-Kommission gemeldet, um sie auf mögliche Rechtsverstöße untersuchen zu lassen. VW habe sich dazu entschlossen, nachdem wegen des Dieselskandals jeder Stein umgedreht worden sei, erklärte Müller.

Visionen für die Zukunft
Handelsblatt Auto-Gipfel 2017
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Der Handelsblatt Auto-Gipfel ist in diesem Jahr zu Gast bei Mercedes. Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart kündigte einen intensiven Austausch über entscheidende Zukunftsthemen wie Elektromobilität, autonomes Fahren und neue Konzernstrukturen an. Daimler-Chef Dieter Zetsche begrüßte die 650 Gäste des Auto-Gipfels am Mittwoch nur kurz. Er hatte bereits am Vorabend seinen großen Auftritt beim Kaminabend im Mercedes-Museum in Stuttgart.

Gipfel im Kundencenter
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Der Autogipfel ist in diesem Jahr im Mercedes Kundencenter in Sindelfingen zu Gast, in dem Kunden normalerweise ihre Neuwagen in Empfang nehmen. Auch hier wird Fortschritt groß geschrieben. „Unsere Autos fahren bald autonom vom Band“, verriet Zetsche. Einen detailliertere Einblick lieferte Markus Schäfer. „Sindelfingen ist unsere Traumfabrik für Traumautos“, sagte der Mercedes-Benz Produktionschef. Schäfers Rede war untermalt mit Hollywood-Bildern, schließlich sind die neuesten Modelle derzeit und in naher Zukunft gleich in mehreren Spielfilmen zu sehen. Aber: „Unsere Mitarbeiter machen auch ohne Superkräfte einen heldenhaften Job.“

VW zu Gast bei Mercedes
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VW-Chef Matthias Müller freue sich, auch mal „Mercedes-Luft zu schnuppern“, die rieche ziemlich sauber – seine Art, Dankeschön für die Einladung zu sagen.

VW-Chef Matthias Müller
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Der Volkswagen-Chef gab sich zu Beginn seiner Rede demütig: „Bei Volkswagen wurden schwere Fehler gemacht. Dafür tragen wir die Konsequenzen und räumen das jetzt aus.“ Doch Müller blickt auch nach vorne: „Gleichzeitig – und auch das gehört zur Wahrheit – war die Krise der Startpunkt für eine grundlegende Neuausrichtung unseres Unternehmens.“

Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart (r.) und Chefredakteur Sven Afhüppe (l.) im Gespräch mit VW-Chef Matthias Müller
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Es ärgere ihn, wenn der Eindruck erweckt werde, es fehle der Branche an Weitblick und Pragmatismus. „Und noch mehr ärgert es mich, wenn wir selbst dazu beigetragen haben“, so Müller. Auch eine Spitze gegen Tesla konnte Müller sich nicht verkneifen. „Der Durchbruch neuer Technologien kommt nicht von den Ankündigungsweltmeistern“, sagte er. „Ich mag Wettbewerb, aber teile romantische Verklärung von Tesla nicht.“

Logo des Auto-Gipfels
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Über den Umbau der urbanen Mobilität sprach am Mittwoch Steven Armstrong, Europa-Präsident von Ford. Und er zeichnete ein spannendes, mitunter aber auch verstörendes Bild. Highlight seines Vortrags war eine Demonstration mit VR-Brillen, die den Gästen des Auto-Gipfels einen Eindruck davon lieferte, wie wir in einigen Jahren wohl leben werden. Die Pizza wird dann autonom geliefert.

Mercedes-Benz Automuseum
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Der Handelsblatt Auto-Gipfel im Herbst gehört zu den Highlights der Branche. In diesem Jahr ist der Gipfel zu Gast bei Mercedes-Benz in Stuttgart.

(Foto: Marc-Steffen Unger)

In Fragen der Standardisierung habe man schon zu seiner Zeit als Porsche-Chef unter dem Dach des Verbandes der Automobilindustrie sehr kooperativ zusammengearbeitet - das sei ihm natürlich bekannt gewesen. „Was jetzt hier im Kartellverfahren recherchiert wird, das entzieht sich meiner Kenntnis.“

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    Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte am Vortag gesagt, dass sich die Gespräche, bei denen die Behörden einen Kartellverdacht untersuchen, um Standards und ähnliches gedreht hätten.

    VW-Chef Mattias Müller kritisierte auf dem Auto-Gipfel die Unberechenbarkeit der amerikanischen Wirtschafts- und Außenpolitik unter Präsident Donald Trump. „Wir leiden unter einer gewissen Planungslosigkeit“, sagte Müller. Auch knapp ein Jahr nach Trumps Wahl zum Präsidenten sei die Autoindustrie „immer noch“ beklommen über die US-Wirtschaftspolitik.

    • HB
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    Mehr zu: VW-Chef Matthias Müller - „Von Preisabsprachen ist mir nichts bekannt“
    2 Kommentare zu "VW-Chef Matthias Müller: „Von Preisabsprachen ist mir nichts bekannt“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.


    • Herr Carlos Santos25.10.2017, 12:45 Uhr
      VW-CHEF MÜLLER
      Keine Preisabsprachen unter den Autobauern
      Datum:
      25.10.2017 11:46 Uhr
      VW-Chef Müller hat auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel den Vorwurf von Preisabsprachen unter den Autobauern zurückgewiesen. In Arbeitsgruppen sei es um Standardisierungen gegangen. Das Kartellrecht werde sehr respektiert.

      .......................................

      Dass es keine Absprachen gab will man Glauben schenken aber dass es ständig alles von allem kopiert wird ist nicht zu verkennen !!!

    • Wie der Spiegel seinerzeit berichtete, wurden Tankgrößen für den Zusatzstoff auf 8,5 Liter einheitlich festgelegt. Tatsache ist, dass alle Fahrzeuge der deutschen Automobilhersteller in ihren Fahrzeugen Tanks von 8,5 Liter bis 23 Liter je nach Typ verbauen. - Da hat der Spiegel mal wieder UNSINN erzählt - Pfui Spiegel Pfui, das macht man nicht.
      @Bürger "schwerer Betrug" - irgendwie ist es Sitte in Deutschland auf die eigene Industrie zu hauen!
      Hätte VW in den USA argumentiert, dass bei Prüfungen in Alaska immer negative Temperaturen und auf Hawai immer schöne warme Temperaturen existieren und man bei der Prüfung einheitliche Werte benötigt, dann hätten auch die amerikanischen Behörden mit Sicherheit zugestimmt, dass Software verbaut wird, die die Prüfungen erkennen und die Abgasfilderung dann grundsätzlich einschaltet. VW ist halt sehr blauäugig. Ich persönlich halte es für Dummheit, Juristen für Betrug - Ihre persönlich Meinung "schwerer Betrug" - teile ich nicht.
      Alle deutschen Automobilhersteller haben in den letzten 10 Jahren extrem viel für die Verringerung des CO2 Ausstoßes und auch von Feinstaub getan!!! Siehe auch die NEUEN MOTOREN!!!
      DER KAMIN VOM NACHBARN STINKT WEITERHIN - DAS STINKER 2TAKTER MOFA AUCH - DA REGT SICH KEINER AUF - AUSSER ICH

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