Autoabsatz in China Umweltvorschriften machen Toyota zu schaffen

Während VW in China eine Offensive bei Geländewagen plant, setzt Dauerrivale Toyota auf dem weltgrößten Pkw-Markt einen anderen Schwerpunkt. Grund dafür sind die immer strenger werdenden Emissionsvorschriften.
Von 2018 an will Toyota in China einen neuen Schwerpunkt setzen. Quelle: Reuters
Toyota Mirai

Von 2018 an will Toyota in China einen neuen Schwerpunkt setzen.

(Foto: Reuters)

PekingToyota nimmt wegen der immer strenger werdenden Emissionsvorschriften in China seine Produktpalette unter die Lupe. Es sei schwieriger geworden, die Absatzziele zu erreichen und gleichzeitig Chinas immer härtere Vorschriften zu erfüllen, sagte Toyotas China-Chef Hiroji Onishi am Sonntag vor Beginn der Automesse in Peking. Daher müsse Toyota eine große Zahl von Kleinwagen sowie Hybrid- und weiteren Spezialfahrzeugen verkaufen. Von 2018 an werde der Konzern daher verstärkt auf sogenannte Plug-in-Hybridwagen, die an der Steckdose aufgeladen werden können, setzen.

Damit setzt Toyota auf dem weltgrößten Pkw-Markt einen anderen Schwerpunkt als Dauer-Rivale VW. Der vom Abgasskandal schwer getroffene Konzern plant in der Volksrepublik eine Offensive bei Geländewagen. In China haben die Wolfsburger die Nase weit vorn; vergangenes Jahr verkaufte Volkswagen 3,5 Millionen Wagen in der Volksrepublik.

Die außergewöhnlichen Modelle des Akio Toyoda
Das neue Toyota-Gen, Teil 1: Toyota GT86
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2011 prägte Konzernchef Akio Toyoda einen Satz, der von nun an für Toyotas stehen soll: „Wenn es keinen Spaß macht, ist es kein Auto.“ Emotionale Autos vom Experten für Biedermänner - für Toyota läutete er damit eine Kulturrevolution ein. Das erste Modell, das die neuen Gene verkörperte, war der schnittige Sportwagen Toyota GT86, der an Toyotas altes Sportmodell 86 erinnern sollte. 

Das neue Toyota-Gen, Teil 1: Toyota GT86
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Er ist zwar nicht irrsinnig schnell, aber dafür sehr preiswert. Doch die manuelle Gangschaltung, der tiefe und mittige Schwerpunkt und vor allem die Möglichkeit, Fahrassistenten auszuschalten, machen Fahren mit ihm zu einem sinnlichen Vergnügen, wie unser Korrespondent auf Japans Bergstraßen selbst erfahren konnte. Interessanterweise griff Toyoda bei der Entstehung seines Traums massiv auf die Expertise und Motoren von Subaru zurück. Viele Tester nannten das Auto daher Toyobaru. Offenbar verstanden Toyotas Ingenieure damals noch nicht, was genau ihr neuer Chef von ihnen verlangte.

Das neue Toyota-Gen, Teil 2: der neue Lexus GS
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Der Lexus GS ist Toyotas Antwort auf die E-Klasse von Mercedes oder den 5er BMW. Aber erst nachdem Toyoda Chef wurde, näherte sich die Oberklasselimousine dem Anspruch an. Mit dem Sportwagen GT86 stellte Toyoda die neue GS-Generation vor, die sich nicht nur deutlich knackiger fuhr als die vorige Dschunke, sondern auch das neue Antlitz der Marke Lexus einführte: den markanten Spindelgrill. Seither wird Lexus mit jedem Modell schnittiger und schärfer gezeichnet. Auch wenn man es in Deutschland nicht merkt: Nach Jahren des Scheiterns mausert sich Lexus durchaus zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber. 

Gib Wasserstoff – Toyota Mirai
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Die Elektroautos sind noch gar nicht richtig im Markt angekommen, da schiebt Toyota schon die nächste vermeinlich emissionsarme Antriebstechnik in den Markt: das Brennstoffzellenauto, das Strom aus der Verbindung von Wasser und Sauerstoff gewinnt und nur Wasser aus dem Auspuff dampft. In Japan und bald auch in Übersee wird der Toyota Mirai angeboten. Er ist das erste großserientaugliche reine Brennstoffzellenauto der Welt (Hyundai bietet einen SUV auch mit Brennstoffzelle an).

Gib Wasserstoff – Toyota Mirai
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Das Auto ist nicht nur markant ins Blech gepresst, sondern soll auch auf der Straße Eindruck schinden. Akio Toyoda hat das Modell daher voriges Jahr höchstspersönlich auf einer Rally in Japan über die Piste gehetzt und später das Fahrerlebnis mit einem gehobenen Daumen geadelt.

Die Wiedergeburt des Kabinenrollers – Toyota i-Road
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Ein Spaßmobil der metropolitanter Mikromobilität könnte ein Dreirad von Toyota werden, der elektrische Kabinenroller i-Road. Es erinnert mit seinen zwei Rädern vorne, einem Rad hinten und seiner Neigetechnik ein bißchen an dreirädrige Motorräder, fährt sich aber ganz anders. Denn im Gegensatz zu den Bikes wird nicht mit den Rädern vorne gelenkt, sondern mit dem Hinterrad.

Die Wiedergeburt des Kabinenrollers – Toyota i-Road
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Kurvenfahrten fühlen sich damit wie rasantes Skaten an. Zudem kann man fast auf der Stelle wenden. In Grenoble und Tokio testet Toyota die Vehikel bereits im Straßenverkehr, um über eine Markteinführung zu entscheiden.  Reichweite und Geschwindigkeit des kleinen Stadtflitzers sind zwar nicht berauschend - aber für kurze Strecken reicht es.

Das schwächelnde Wirtschaftswachstum hatte in China im vergangenen Jahr auch die Autoverkäufe ausgebremst. Staatliche Förderprogramme für Kleinwagen kurbelten aber zuletzt wieder die Nachfrage an. Im März sprang der Absatz von Toyota in China um mehr als 40 Prozent auf 100.500 Fahrzeuge. Auch VW rechnet mit einem weiterhin anhaltenden positiven Absatztrend.

  • rtr
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