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Autobauer Australisches Gericht verurteilt VW im Dieselskandal zu Millionenstrafe

Die Wolfsburger haben nach Auffassung der Richter gegen das Verbrauchergesetz des Landes verstoßen. VW will prüfen, ob das Unternehmen das Urteil anfechten wird.
20.12.2019 - 06:48 Uhr 1 Kommentar
Dieselskandal: Australien: Gericht verurteilt VW zu Millionenstrafe Quelle: dpa
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Die australische Verbraucherschutzbehörde hatte Volkswagen im September 2016 verklagt.

(Foto: dpa)

Sydney Ein Gericht in Australien hat Volkswagen im Abgasskandal zu Strafen von 125 Millionen australischen Dollar – rund 77,5 Millionen Euro – verurteilt. Der deutsche Autobauer habe gegen das Verbrauchergesetz des Landes verstoßen, hieß es am Freitag zur Begründung. Nach Angaben der Verbraucherschutzbehörde ACCC handelt es sich um die bislang höchste Gerichtsstrafe für einen solchen Verstoß in Australien.

Volkswagen teilte mit, das Unternehmen werde in den kommenden Wochen prüfen, ob es die Entscheidung des Gerichts anfechten wird. Eine mit der Verbraucherschutzbehörde zunächst erzielte Einigung auf eine Strafe von 75 Millionen australischen Dollar sei angemessen gewesen. Das Gericht sei von diesem Betrag abgewichen. Eine von der ACCC gegen Audi eingereichte Klage sei dagegen vom Gericht abgewiesen worden.

Die australische Verbraucherschutzbehörde hatte Volkswagen im September 2016 verklagt. VW-Kunden seien betrogen worden, weil das deutsche Unternehmen in Australien mehr als 57.000 Fahrzeuge mit der Behauptung verkauft habe, sie seien umweltfreundlich und verursachten nur niedrige Emissionen, hieß es damals. Im März 2017 folgte dann die Klage gegen die Tochter Audi.

Unabhängig von diesem Rechtsstreit hatte sich Volkswagen dieses Jahr bereits mit Sammelklägern in Australien grundsätzlich auf einen Vergleich geeinigt. Die 100.000 vom Dieselskandal betroffenen australischen Kunden könnten im Schnitt bei Teilnahme aller Fahrzeuge mit einer Zahlung von 1400 australischen Dollar (870 Euro) rechnen, hatte der Konzern im September mitgeteilt.

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    VW hatte im September 2015 auf Druck von US-Umweltbehörden eingeräumt, in großem Stil bei Abgastests betrogen zu haben. Durch sogenannte Abschalteinrichtungen („Defeat Devices“) wurden die Stickoxid-Messwerte auf dem Prüfstand nach unten frisiert.

    Weltweit betraf die Affäre laut damaligen Unternehmensangaben rund elf Millionen Dieselautos. Wegen des „Dieselgate“-Skandals hat der Konzern bereits mehr als 30 Milliarden Euro an Rechtskosten verbucht.

    Mehr: Die VW-Marke weitet ihre Elektrooffensive 2020 deutlich aus – acht neue Hybrid- oder E-Modelle gehen an den Start. Trotz der schwachen Automärkte gibt es für 2019 ein positives Fazit.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Autobauer: Australisches Gericht verurteilt VW im Dieselskandal zu Millionenstrafe"

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    • Recht so - wenigstens scheint im Ausland der Verbraucherschutz noch in Ordnung zu sein!

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