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Autobauer BMW bremst Gewinneinbruch mit starkem Schlussquartal

Aufgrund des schwachen ersten Halbjahrs bricht der Überschuss um fast ein Drittel ein. Zum Jahresende 2019 lief das Autogeschäft von BMW aber wieder besser.
12.03.2020 Update: 12.03.2020 - 18:18 Uhr Kommentieren
Im ersten Halbjahr hatten eine 1,4 Milliarden Euro schwere Rückstellung für ein EU-Kartellverfahren und eine Rabattschlacht mit Audi und Mercedes den Gewinn belastet. Quelle: Reuters
BMW-Chef Oliver Zipse

Im ersten Halbjahr hatten eine 1,4 Milliarden Euro schwere Rückstellung für ein EU-Kartellverfahren und eine Rabattschlacht mit Audi und Mercedes den Gewinn belastet.

(Foto: Reuters)

München BMW hat den erwarteten Gewinneinbruch im Gesamtjahr abgefedert. Im Schlussquartal stieg der Nettogewinn dank florierender Geschäfte mit SUVs und Luxuswagen um fast sieben Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

„Wir haben unsere Profitabilität 2019 von Quartal zu Quartal gesteigert – und das trotz eines herausfordernden Marktumfelds“, erklärte Vorstandschef Oliver Zipse. „Das zeigt, dass wir die richtigen Produkte auf der Straße haben und unsere Strategie wirkt.“ Der frühere Produktionsvorstand löste im August Harald Krüger an der Konzernspitze ab.

Im Gesamtjahr sackte der Überschuss bei BMW um 29 Prozent auf fünf Milliarden Euro ab, weil im ersten Halbjahr eine Rückstellung für eine drohende Kartellstrafe und Rabattschlachten mit Audi und Mercedes das Ergebnis belastet hatten. Den Gewinn schmälern auch die hohen Investitionen in die Elektromobilität.

Um dieses Thema soll sich der neue Entwicklungsvorstand Frank Weber kümmern. Der BMW-Manager löst zum 1. Juli Klaus Fröhlich ab, der in den Ruhestand geht.

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    Die Dividende wird um einen Euro gekürzt. Vorstand und Aufsichtsrat planen für 2019 eine Ausschüttung von 2,50 Euro je Stammaktie und 2,52 Euro je Vorzugsaktie.

    Bei der Profitabilität des Kerngeschäfts mit Pkws erreichte BMW im Gesamtjahr den unteren Bereich der angepeilten Spanne. Die operative Umsatzrendite der Autosparte lag bei 4,9 Prozent. In Aussicht gestellt hatte Zipse hier eine Ebit-Marge von 4,5 bis 6,5 Prozent. Im Schlussquartal fiel dieser Wert mit 6,8 Prozent besser aus als in jedem der drei Vorquartale.

    Der Konzernumsatz wuchs im vergangenen Jahr um fast acht Prozent auf 104 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke. Dank florierender Geschäfte mit Autos der oberen Luxusklasse schoss der Umsatz in den drei letzten Monaten des Jahres um fast 20 Prozent auf gut 29 Milliarden Euro nach oben. „Das ist der höchste Wert, den das Unternehmen jemals in einem Quartal erzielt hat, und unterstreicht die Attraktivität des aktuellen Produktportfolios“, erklärte BMW.

    Grafik

    Trotz schärferer Klimaschutzvorgaben stützt der Münchener Autobauer sein Wachstum wesentlich auf Sprit schluckende SUVs und Luxuswagen, die in China und den USA besonders gefragt sind. Der Absatzrekord des vergangenen Jahres wurde maßgeblich vom weltweiten Boom der lukrativen Stadtgeländewagen getragen. 2019 stieg die Zahl der verkauften Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce um 2,2 Prozent auf 2,54 Millionen. Der Konzern korrigierte damit am Donnerstag seine im Januar gemeldete Absatzzahl leicht nach oben.

    Besser geschlagen als der Rivale Daimler

    Trotz des SUV-Booms bekräftigte BMW das Ziel, im laufenden Jahr die neuen CO2-Grenzwerte für die Neuwagenflotte in Europa zu erfüllen. Dazu sollen effizientere Verbrennungsmotoren und ein steigender Anteil an Fahrzeugen mit teil- oder vollelektrischen Antrieben beitragen. Bei einem Verstoß gegen die EU-Vorgaben drohen den Autobauern empfindliche Geldstrafen.

    In dem von Handelskonflikten und schwächelnden Automärkten geprägten Jahr schlug sich BMW besser als der Rivale Daimler. „Abgesehen von der Milliarden-Rückstellung fielen die BMW-Zahlen auch im Vergleich zu Daimler noch recht ordentlich aus“, erklärte Branchenexperte Frank Schwope von der NordLB. Er habe allerdings eine etwas höhere Dividende erwartet.

    Bei dem Stuttgarter Rivalen war der Nettogewinn 2019 um zwei Drittel auf 2,7 Milliarden Euro eingebrochen, auch wegen der Folgen des Dieselskandals. Im Pkw-Geschäft erwirtschaftete Daimler eine Umsatzrendite von 3,6 Prozent.

    Audi will seine Zahlen am kommenden Donnerstag präsentieren. Eckdaten veröffentlicht der Mutterkonzern Volkswagen bereits am Dienstag. Am Mittwoch will sich BMW auf der Bilanzpressekonferenz detaillierter zum eigenen Geschäft äußern.

    In einem von Panikverkäufen infolge der Coronavirus-Pandemie geprägten Gesamtmarkt weiteten die BMW-Aktien nach der Veröffentlichung der Zahlen ihre Kursverluste aus und fielen um knapp zwölf Prozent auf ein Achteinhalb-Jahres-Tief von 44,68 Euro.

    Mehr: BMW tauscht Chefentwickler aus – Klaus Fröhlich hört auf

    • rtr
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