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Autobauer BMW könnte nach Panne bei Abgasreinigung glimpflich davonkommen

Wegen einer unzureichenden Abgasreinigung musste der Autobauer 11.700 Diesel zurückrufen. BMW soll nun ein Millionen-Bußgeld zahlen.
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BMW soll Millionen-Bußgeld wegen unzureichender Abgasreinigung zahlen Quelle: AP
BMW-Zentrale in München

Im März hatte die Staatsanwaltschaft die Konzernzentrale durchsuchen lassen.

(Foto: AP)

Düsseldorf, MünchenAuch BMW steht unter Verdacht, bei der Abgasreinigung von Dieselautos manipuliert zu haben. Im Gegensatz etwa zu Volkswagen könnte der Münchener Autobauer aber mit einer vergleichsweise niedrigen Strafe davonkommen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtet, hat die Staatsanwaltschaft München angeboten, das Verfahren gegen ein Bußgeld von etwa zehn Millionen Euro einzustellen.

In einem Gespräch im August habe die Behörde ein Bußgeld im „unteren“ beziehungsweise „untersten zweistelligen Millionenbereich“ in Aussicht gestellt, schreibt die Zeitung. Das Vorgehen von BMW werde damit als Ordnungswidrigkeit eingestuft, da Aufsichtspflichten verletzt wurden.

Unklar ist, ob BMW das Angebot annimmt oder es auf einen Prozess ankommen lässt. Gegenüber der „SZ“ wollten sich weder die Staatsanwaltschaft noch das Unternehmen dazu äußern.

Im Juni musste BMW insgesamt 11.700 Dieselautos zu einem Softwareupdate in die Werkstätten zurückrufen. Die betroffenen BMW 5er und 7er stießen sowohl auf der Straße wie auch auf dem Prüfstand zu viel Stickoxid aus, weil ihre Motoren mit einer Software für SUV-Modelle gesteuert wurden.

„Uns ist vor einigen Jahren ein Fehler unterlaufen“, hatte BMW-Chef Harald Krüger im Mai auf der Hauptversammlung erklärt. „Um es klar zu sagen: Mit einer gezielten Manipulation von Motorsteuerung und Abgasreinigung hat das nichts zu tun.“ Aufsichtsratschef Norbert Reithofer sprach von „handwerklichen, menschlichen Fehlern“.

BMW hatte den Vorgang nach einer internen Überprüfung im Februar selbst dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet. Die Staatsanwaltschaft München ermittelte gegen unbekannt aufgrund des Verdachts einer „prüfstandsbezogenen Abschalteinrichtung“. Im März wurden die Konzernzentrale und das Forschungszentrum in München sowie das Motorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht.

Das möglicherweise eher geringe Bußgeld zeigt, dass der Fall kaum mit dem Dieselskandal bei VW vergleichbar ist. Volkswagen hat bereits Milliarden in den USA und Deutschland gezahlt, der beurlaubte Audi-Vorstandschef Rupert Stadler sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

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