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Autobauer BMW meldet Rekordverkäufe im ersten Halbjahr – Chipmangel im Blick

Der Autohersteller lässt die Auswirkungen der Coronakrise zunächst hinter sich. BMW kämpft aber wie die gesamte Branche mit dem Mangel an Halbleitern.
07.07.2021 Update: 07.07.2021 - 11:28 Uhr Kommentieren
BMW hat sogar seinen ärgsten Konkurrenten Mercedes-Benz überholt. Quelle: dpa
BMW-CEO Oliver Zipse

BMW hat sogar seinen ärgsten Konkurrenten Mercedes-Benz überholt.

(Foto: dpa)

München Der Autobauer BMW hat im zweiten Quartal mit einem kräftigen Absatzwachstum die Coronakrise hinter sich gelassen. Die Marke BMW lieferte von April bis Juni knapp 618.000 Neuwagen aus und damit 43,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie BMW am Mittwoch mitteilte. Vor Jahresfrist war der Absatz aufgrund der Produktionsstopps in der Corona-Pandemie um ein Viertel eingebrochen.

Im ersten Halbjahr hat BMW damit insgesamt 1,34 Millionen Fahrzeuge der Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce ausgeliefert. Das entspricht einem Absatzplus von 39,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es ist auch ein absoluter Rekordwert für die Münchener, wie sie am Mittwoch mitteilten. Zum Vorkrisenniveau aus dem ersten Halbjahr 2019 steht ein Plus von 7,1 Prozent. Wie stark die guten Verkäufe auf das Ergebnis niederschlagen, will BMW Anfang August bei der Vorlage des Halbjahresberichts erläutern.

Treiber für die Erholung waren starke Zuwächse sowohl in China als auch in Europa und den USA. Die Kernmarke BMW legte um 39,9 Prozent auf 1,18 Millionen Autos zu. Damit überholte BMW auch knapp seinen Erzrivalen Mercedes-Benz, dessen Kernmarke bei 1,16 Millionen Autos landete.

„Wir sind auf Kurs, in diesem Jahr ein solides und profitables Absatzwachstum zu erzielen“, sagte Vertriebsvorstand Pieter Nota. „Besonders erfreulich ist, dass wir den Absatz unserer elektrifizierten Fahrzeuge mehr als verdoppeln konnten.“ Er legte um 148,5 Prozent auf 153.267 Autos zu. Allerdings sind drei von vier verkauften Autos Hybride, die weiterhin auch einen Verbrennungsmotor haben.

BMW war vom weltweit herrschenden Chipmangel bisher weniger betroffen als der Konkurrent Mercedes-Benz, der mehrfach die Bänder anhalten und Kurzarbeit anordnen musste. Doch auch die Münchener passten das Produktionsprogramm vereinzelt an. „Die Versorgungssituation mit Halbleiterkomponenten wird weiterhin angespannt bleiben“, erklärte BMW. Auswirkungen auf die Absatzsituation im weiteren Jahresverlauf seien nicht auszuschließen.

Die Produktion des „i4“ läuft an

Das zweite Halbjahr wird für BMW entscheidend. In München beginnt in diesen Tagen die Produktion des „i4“, einer Elektrovariante des 3er BMW. Fast zeitgleich läuft im Werk Dingolfing der Bau des „iX“ an, das Elektro-SUV soll in der Oberklasse angreifen. Beide Modelle sollen den Münchener Autohersteller in Sachen Stromantrieb wieder auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bringen.

Der „i4“ soll vor allem im Massenmarkt den Erfolg des Tesla Model 3 kontern. Die Amerikaner bauen derzeit eine Fabrik in Brandenburg, um ihre Position im Heimatmarkt von BMW auszubauen. Der „iX“ wird auch gegen die deutschen Konkurrenten Audi und Mercedes positioniert, die bereits mit elektrischen SUVs im Markt sind.

Für die kommenden Jahre will BMW zudem die 5er- und 7er-Reihe sowie den kompakten Geländewagen X1 mit Batterieantrieb bringen. Bis 2030 soll weltweit jeder zweite verkaufte Neuwagen mit Strom fahren. Ein Datum für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor nennt BMW aber nicht. In München geht man davon aus, dass auch im kommenden Jahrzehnt in vielen Weltregionen Autos mit Diesel oder Benzinantrieb gefahren werden.

Mehr: Tempo 130 nach der Wahl? Volkswagen, BMW und Daimler rechnen schon mit einem Tempolimit

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