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Autobauer BMW zahlt im Dieselskandal 8,5 Millionen Euro Bußgeld

Der Autobauer akzeptiert einen Bußgeldbescheid der Staatsanwaltschaft. Anders als VW und Audi kommt der Konzern im Dieselskandal glimpflich davon.
Update: 25.02.2019 - 11:18 Uhr 1 Kommentar
Der Autobauer kommt im Dieselskandal mit einer Geldbuße davon. Quelle: AP
BMW

Der Autobauer kommt im Dieselskandal mit einer Geldbuße davon.

(Foto: AP)

DüsseldorfBMW muss wegen Verfehlungen im Dieselskandal ein Bußgeld von 8,5 Millionen Euro zahlen. Wie die Staatsanwaltschaft München am Montag mitteilte, erließ die Behörde den Bußgeldbescheid wegen einer Ordnungswidrigkeit der fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung. BMW habe auf Rechtsmittel verzichtet, so dass der Bußgeldbescheid bereits rechtskräftig sei.

Hintergrund seien die Ermittlungen der Strafverfolger wegen Abgaswerten. Diese ergaben jedoch „weder Nachweise dafür, dass bei den Modellreihen tatsächlich prüfstandsbezogene Abschalteinrichtungen verbaut wären, noch, dass Mitarbeiter der BMW AG vorsätzlich gehandelt hätten“. Zudem habe BMW bei der Aufklärung voll kooperiert und seine Qualitätssicherung entsprechend verbessert.

BMW kommt damit noch etwas günstiger davon als zunächst erwartet. Nach einem Zeitungsbericht aus dem vergangenen September hatte die Staatsanwaltschaft angeboten, das Verfahren gegen ein Bußgeld im „unteren“ beziehungsweise „untersten zweistelligen Millionenbereich“ einzustellen.

Die niedrige Summe unterstreicht, dass der Fall mit dem Dieselskandal im Volkswagen-Konzern nicht vergleichbar ist. VW und Audi haben allein in Deutschland 1,8 Milliarden Euro an Bußgeldern gezahlt, in den USA war die Summe um ein Vielfaches höher. Wie Volkswagen in der vergangenen Woche mitteilte, beläuft sich der gesamte Aufwand im Dieselskandal mittlerweile auf rund 28 Milliarden Euro.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte in der vergangenen Woche ein Bußgeldverfahren gegen Daimler eingeleitet; hier droht dem Autobauer ebenfalls eine empfindliche Strafe. Aktuell laufen ähnliche Verfahren gegen Porsche und Bosch.

BMW musste im vergangenen Juni insgesamt 11.700 Dieselautos zu einem Softwareupdate in die Werkstätten zurückrufen. Die betroffenen BMW 5er und 7er stießen sowohl auf der Straße wie auch auf dem Prüfstand zu viel Stickoxid aus, weil ihre Motoren mit einer Software für SUV-Modelle gesteuert wurden.

„Uns ist vor einigen Jahren ein Fehler unterlaufen“, hatte BMW-Chef Harald Krüger im Mai 2018 auf der Hauptversammlung erklärt. „Um es klar zu sagen: Mit einer gezielten Manipulation von Motorsteuerung und Abgasreinigung hat das nichts zu tun.“ Aufsichtsratschef Norbert Reithofer sprach von „handwerklichen, menschlichen Fehlern“.

BMW hatte den Vorgang nach einer internen Überprüfung im Februar 2018 selbst dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet. Die Staatsanwaltschaft München ermittelte gegen unbekannt aufgrund des Verdachts einer „prüfstandsbezogenen Abschalteinrichtung“. Im vergangenen März wurden die Konzernzentrale und das Forschungszentrum in München sowie das Motorenwerk im österreichischen Steyr durchsucht.

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1 Kommentar zu "Autobauer: BMW zahlt im Dieselskandal 8,5 Millionen Euro Bußgeld"

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  • Anders als VW und Audi hat BMW auch keine Software verbaut, die aktive Manipulation betreibt. Mit dem Dieselskandal hat BMW nichts zu tun. Leider ist die Berichterstattung in den Medien so verkürzt, daß zu häufig ein falscher Eindruck entsteht oder erst am Ende eines langes Artikels "ganz klein" die Wahrheit aufgelöst wird.

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