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Autobauer Bund zeigt Porsche die kalte Schulter

Der Spielraum des hochverschuldeten Autobauers Porsche engt sich ein. Der Sportwagenbauer hat sich mit seinem Antrag auf einen staatlichen Milliardenkredit bei der Bundesregierung eine Abfuhr eingehandelt. Damit sinken die ohnehin als gering eingeschätzten Chancen auf Bewilligung des beantragten Kredits über 1,75 Mrd. Euro gegen null.
Die Bundesregierung lässt Porsche im Regen stehen und lehnt einen staatlichen Milliardenkredit ab. Quelle: Reuters

Die Bundesregierung lässt Porsche im Regen stehen und lehnt einen staatlichen Milliardenkredit ab.

(Foto: Reuters)

STUTTGART/BERLIN. Ihre ablehnende Haltung stützt die Regierung auf die Einschätzung der KfW, bei der Porsche zuvor abgeblitzt war: Diese sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass die Schuldendienstfähigkeit von Porsche auf Stand-alone-Basis nicht gesichert sei", heißt es in Regierungskreisen. Deshalb sehe der Lenkungsausschuss des "Wirtschaftsfonds Deutschland" keine Grundlage für die Bewilligung. Es bestehen Zweifel, dass Porsche angesichts der wegbrechenden Autoverkäufe die Kreditzinsen bezahlen kann. Die Stuttgarter haben im Zug der Übernahme von VW einen Schuldenberg von neun Mrd. Euro aufgetürmt.

Die KfW-Bank hatte Porsche aber die Möglichkeit zum Nachbessern eröffnet. "Diese Gespräche mit der KfW laufen noch", sagte ein Porsche-Sprecher. Man habe noch keine endgültige Absage, weder von der KfW noch aus Berlin, erhalten. Selbstverständlich stehe es Porsche frei, sich zu jedem Zeitpunkt erneut mit einem Kreditantrag an die KfW zu wenden, wenn die Aussicht bestehe, dass dies "zu einem anderen Ergebnis der bankmäßigen Prüfung führen könnte", hieß es in den Regierungskreisen.

Faktisch bedeutet das, dass Porsche erst den Einstieg eines Investors unter Dach und Fach bringen muss, bevor es Chancen auf einen KfW-Kredit hat. Die Bemühungen der Stuttgarter konzentrieren sich deshalb auf die parallel laufenden Verhandlungen mit Katar. Das Emirat will sich angeblich mit 29,9 Prozent an Porsche beteiligen.

Sollte Katar aber wie angekündigt bei Porsche mitreden wollen, liegt die Hürde allerdings höher als bislang angenommen. Die Satzung der Konzernholding Porsche SE sieht für die Sperrminorität eine Beteiligung von mindestens 33,4 Prozent vor. Ob die Katarer zum Aufstocken bereit wären oder die Porsche-Eigentümer ihre Satzung ändern würden, ist offen.

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