Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Autobauer Daimler trennt sich endgültig von Chrysler

Es ist das endgültige Begräbnis der "Welt AG": Nach monatelangen Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer Cerberus gibt der Autobauer Daimler seine restliche Beteiligung von 19,9 Prozent an seiner schwer angeschlagenen ehemaligen US-Tochter Chrysler auf. Dafür muss der Stuttgarter Konzern noch einmal zahlen.
Die Verbindung von Daimler und Chrysler ist endgültig Vergangenheit. Quelle: dpa

Die Verbindung von Daimler und Chrysler ist endgültig Vergangenheit.

(Foto: dpa)

HB STUTTGART. Seine Rest-Beteiligung an Chrysler hatte der deutsche Autobauer bereits vollständig abgeschrieben. Dennoch muss er für die endgültige Trennung noch ein letztes Mal in den Geldbeutel greifen. Der Stuttgarter Konzern verzichtet auf die Rückzahlung gewährter Darlehen, wie Daimler am späten Montagabend mitteilte.

Zudem das Unternehmen in den nächsten beiden Jahren jeweils 200 Millionen Dollar an Pensionszahlungen leisten, um die Absicherung von Mitarbeitern der ehemals vereinten Firma zu unterstützen. Insgesamt schlägt die Trennung den Angaben zufolge im zweiten Quartal mit voraussichtlich 700 Millionen Dollar (529 Millionen Euro) im Ebit zu Buche. Im Gegenzug ziehen die Beteiligungsgesellschaft Cerberus und Chrysler eine Reihe von Vorwürfen und Forderungen zurück. Die bestehende Pensionsgarantie in Höhe von einer Milliarde Dollar werde überdies auf einen Betrag von 200 Millionen Dollar reduziert und laufe bis August 2012 weiter, teilte Daimler mit.

Mit der Vereinbarung dürfte eine Hürde für Chryslers Rettung aus dem Weg geräumt sein. Cerberus und Chrysler verhandeln derzeit mit der US-Regierung, den Gewerkschaften und Gläubigern über einen Sanierungsplan. Die Zeit drängt, da Chrysler - wie General Motors - wegen der Absatzkrise der Autobranche weltweit das Geld auszugehen droht. Die US-Regierung hat Chrysler Ende März 30 Tage eingeräumt, um sein Sanierungskonzept zu überarbeiten und eine Allianz mit dem italienische Fiat-Konzern zu schmieden.

Daimler hatte sich Mitte 2007 nach neunjähriger Ehe mit Chrysler von der Aktienmehrheit an dem chronisch Verluste schreibenden US-Autobauer getrennt. 80,1 Prozent des Kapitals gingen damals an Cerberus. Für die Übernahme schoss Cerberus mehrere Milliarden Dollar in die neue Tochter ein, Daimler erhielt nur einen geringen Barausgleich.

Der deutsche Konzern verhandelte bereits seit September mit Cerberus über den Verkauf seiner restlichen Chrysler-Anteile. Die Gespräche kamen jedoch ins Stocken, da Cerberus von der ehemaligen Mutter eine hohe Mitgift forderte. Daimler-Chef Dieter Zetsche bezifferte die Chancen auf eine Einigung bis Jahresende vergangenen Woche mit "größer als 50 Prozent".

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%