Autobauer Daimler will die Preise erhöhen

Die derzeit große Nachfrage nach seinen Autos soll Daimlers Marge steigern. Dafür will der Autobauer die Preise erhöhen. Speziell bei den Kompaktmodellen sieht Konzernchef Zetsche noch Steigerungspotential.
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„Mein Ausblick für Daimler bleibt hervorragend“

StuttgartDaimler will die derzeit große Nachfrage nach seinen Autos nutzen, um bei der Marge im Vergleich zur Konkurrenz aufzuschließen. Dafür will der Stuttgarter Autobauer nun höhere Preise durchsetzen. Man wolle die Rabatte deutlich zurückfahren, sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Speziell bei den Kompaktmodellen sei die Nachfrage höher als das Angebot. Das helfe, höhere Preise zu erzielen, sagte Zetsche. Auch die Listenpreise einiger Modelle könnten leicht steigen. Mit den Margen der Kompaktwagen sei man bereits „sehr zufrieden“.

Am größten sei der Abstand zu den Rivalen BMW und der Volkswagen-Tochter Audi aber weiterhin in China. „Daran arbeiten wir“, sagte Zetsche. In diesem Jahr solle die Rendite auf dem weltgrößten Automarkt steigen. So habe Daimler etwa die Rabatte für die E-Klasse, die vergangenes Jahr eine Frischzellenkur erhielt, seitdem um rund die Hälfte zurückfahren können. Auch für die C-Klasse, deren nächste Generation vom Frühjahr an zu den Händlern kommt, ist er optimistisch.

In puncto Marge liegt die Konkurrenz noch vor Daimler. Die Rendite im Jahr 2013 in der Sparte Mercedes-Benz Cars ist sogar von 7,1 Prozent auf 6,2 Prozent gesunken, da die weniger profitablen Kompaktwagen einen höheren Anteil am Absatz ausmachen. Die konkurrierende VW-Tochter Audi profitiert von der geballten Entwicklungskraft des Mutterkonzerns und der Plattformstrategie. So fahren die Ingolstädter insbesondere im Kompaktsegment mehr Gewinne ein als Daimler. Auch BMW hat es geschafft, das eigene Premiumimage auf die Tochter Mini zu übertragen. Bei Daimlers Tochter Smart ist dieser Imagetransfer noch nicht gelungen. Trotzdem hält Zetsche an seinem Renditeziel von zehn Prozent im Kerngeschäft fest.

Große Erwartungen setzt Zetsche dabei auch in die Kooperation mit Renault. Erste Erfolge des deutsch-französischen Doppels sind bereits sichtbar. Im Nutzfahrzeugbereich verkauft Daimler mit dem Citan bereits ein Schwestermodell des Renault Kangoo. Bei den Kompaktwagen werden dieses Jahr die Schwestermodelle Smart Forfour und Renault Twingo aufgelegt. So will Daimler die Entwicklungskosten senken. 

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  • dpa
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9 Kommentare zu "Autobauer: Daimler will die Preise erhöhen"

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  • Die Zeit für Preissteigerungen in Deutschland sind schon längst vorbei! Allerdings ist Daimler noch einer der wenigen Unternehmen die tarifanhängig sind und ihre Mitarbeiter noch fürstlich entlohnen. Für die Mehrzahl der Beschäftigten geht allerdings der Einkommenstrend konsequent nach unten. Viele Beschäftigte gehen heute mit 0,00 € verfügbaren Einkommen am Monatsende nach Hause. Da ist kein Geld mehr vorhanden um sich nochmals ein neues Auto zu kaufen.

    Wer kann sich heute denn noch diese utopischen Preise für Autos in Deutschland leisten? Wer bezahlt denn überhaupt noch in Bar? Leasing, davon lasse ich meine Hände!

    Ich war einmal guter "Mittelstand". Heute bin ich verarmt und weiß wovon ich schreibe.

  • Sie scheinen ihre eigene Zeitung nicht richtig zu lesen. Die untenstehende Meldung wurde auch im HB vor kurzem verbreitet und kommentiert

    The Qoros 3 Sedan has been named as Euro NCAP's safest car of 2013. It was the highest rated of the 33 cars tested by Euro NCAP last year and the first vehicle developed in China to achieve the highest five-star rating.

  • Nachdem ich bei einer E-Klasse und einer B-Klasse alle Türen wegen Rost wechseln lassen musste und eine A-Klasse nach 145.000 km wegen Getriebeschadens am Automatikgetriebe verschrotten musste (Reparaturangebot 8.000,00 €) kaufe ich nie wieder Mercedes, egal wie sich die Preise entwickeln.

  • Mercedes kann ja gerne die Preise erhöhen. Es gibt ja offenbar genug, die zu viel Geld haben. Vielleicht denkt man dann auch mal an Gehaltserhöhungen der Zeitarbeiter. Warscheinlich wird aber nur das Vorstandsgehalt größer...

  • Die gierigen Autohersteller aus Deutschland brauchen einen weiteren Denkzettel vom Verbraucher. Die Deutschen finanzieren doch schon seit Jahrzehnten die Billigpreise im Ausland

  • Ggf. ein Marketingstreich, damit die Leute geneigt sind, noch schnell ein "Schnäppchen" zu machen, bevor die Preise wieder angehoben werden.

  • Die Merdedes-Limousinen, jetzt die der neuen C-Klasse, sehen immer billiger und zum Teil reichlich prollig aus.
    Sehr bequem bestenfalls für Liliputaner und hinten Platz für ein kleines Öhmchen - ach, wie toll muss das sein, hinten als normal große Person über 400, 500 oder mehr Kilometer mitgenommen zu werden..! Aber zwischendurch muss ja schon bald getankt werden wegen des zu kleinen Tanks, es sei denn, man nimmt den Aufpreis-pflichtigen etwas größeren, dann muss man nicht so schnell Tank-anhalten. Und vorne der klobige Blech-Barock, soll der vielleicht zum Einfangen von Hase, Igel und Wildgans gut sein..? Und das ganze Apoheken-Auto zu einem Preis ohne jede Rechtfertigung - liebe Käufer, man kann euch nur gratulieren für euern "Neuen-Ego-Stern"..!

  • Die gestern vorgelegten "guten" Absatzzahlen hat der ADAC geliefert. Wenn der Autobauer in den zurückliegenden Jahren weniger Autos verkauft hat und jetzt ein paar mehr, dann läßt sich in Prozenten ausgedrückt der Absatz geschönt darstellen. 100 Autos vorher 200 Autos jetzt, gleich 100 % Steigerung. Eine weitere praktizierte Methode: Autos werden mit Tageszulassung als verkauft gerechnet. Wer Daimler glaubt, glaubt auch, dass Frau Merkel die Wahrheit sagt.

  • Daimler will die Preise erhöhen, kaum erholt sich Daimler, sofort werden die Preis angehoben, warum ist dies nur so?
    Hätte man nicht noch etwas warten können?
    Oder wurde Druck von den Aktionären und Investoren auf Zetsche ausgeübt?
    Es ist unverständlich diese Preispolitik.

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