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Autobauer Fiat-Chrysler plant Abspaltung von Magneti Marelli

FCA-Chef Marchionne hat sich offenbar durchgesetzt: Der Autokonzern will laut einem Bericht seine Zuliefer-Tochter Magneti Marelli abspalten
Update: 06.03.2018 - 11:18 Uhr Kommentieren
Fiat-Chrysler plant Abspaltung von Magneti Marelli Quelle: AP
Fiat-Chrysler

Laut einem Insider erwägt Fiat-Chryler die Börsennotiz der Elektronik-Tochter Magneti Marelli.

(Foto: AP)

London/Frankfurt/Mailand Fiat Chrysler hat sich Insidern zufolge zur Abspaltung seiner Zuliefer-Tochter Magneti Marelli entschlossen. Der Elektronik-Spezialist solle eigenständig an der Mailänder Börse gelistet werden, um mehr Flexibilität zu bekommen, sagten vier mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zum Dienstag. Dazu sollen die Magneti-Marelli-Aktien den Anteilseignern von Fiat Chrysler (FCA) zusätzlich ins Depot gebucht werden. Frisches Geld kommt damit nicht herein.

Einen klassischen Börsengang mit einer Kapitalerhöhung habe die italienische Industriellen-Familie Agnelli, die über die Holding Exor mit 29 Prozent beteiligt ist, abgelehnt. Sie sei von den niedrigen Bewertungen abgeschreckt worden und wolle ihre Beteiligung nicht verwässern lassen, sagten drei der Insider.

Organisiert werden solle die Abspaltung von den US- Investmentbanken Goldman Sachs und JP Morgan. Sie haben dabei zwar weniger zu tun als bei einem normalen Börsengang, haben aber die Aufgabe, möglichen Verkaufsdruck bei den neuen Aktien abzufedern. Dazu suchen sie etwa im Vorfeld Käufer für Aktien, die die Fiat-Chrysler-Aktionäre sonst auf den Markt werfen würden.

Magneti Marelli könnte laut Analysten auf einen Börsenwert von 3,6 bis 5,0 Milliarden Euro kommen. Das wäre - gemessen am operativen Gewinn - ein Abschlag auf Rivalen wie Hella, Faurecia oder Valeo. Magneti Marelli kam im vergangenen Jahr mit 43.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro und 840 Millionen Euro operativen Gewinn. „Einen Börsengang zu verfolgen, lohnt sich zurzeit nicht“, sagte einer der Insider. „Das würde nichts bringen, außer die Schulden von FCA zu reduzieren.“

Konzernchef Sergio Marchionne könnte die Pläne am 1. Juni öffentlich machen, wenn er die neue Strategie bekanntgibt. Er hatte die Abspaltung (Spin-off) bereits als seine favorisierte Lösung bezeichnet, um das Portfolio von FCA zu bereinigen. Fiat Chrysler hatte die Entscheidung für das zweite Quartal in Aussicht gestellt.

  • rtr
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