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Autobauer Ford kommt mit Stellenabbau in Deutschland gut voran

Ford will in Deutschland mehr als 5000 Arbeitsplätze abbauen. Mit diesen Plänen kommt der Autobauer gut voran. Die Akzeptanz sei gut.
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Ford – Kommen mit Stellenabbau in Deutschland gut voran Quelle: dpa
Gunnar Herrmann, Ford-Deutschlandchef

Ford will in Deutschland mehr als 5000 Arbeitsplätze abbauen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der US-Autobauer Ford treibt seine Pläne zum Abbau von mehr als 5000 Arbeitsplätzen in Deutschland voran. „Wir sind mit dem Programm gut unterwegs. Die Akzeptanz ist gut“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Ford Deutschland, Gunnar Herrmann, am Dienstagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf.

Den Mitarbeitern würden unter anderem Möglichkeiten zu einem früheren Renteneintritt, Abfindungen oder zum Wechsel in andere Unternehmen angeboten. Der Stellenabbau solle wie geplant im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Angaben, wie viele Beschäftigte bereits eine Vereinbarung unterzeichnet hätten, wollte Herrmann nicht machen.

Ford kommt in Deutschland nach eigenen Angaben auf einen Marktanteil von 7,8 Prozent. Der Autobauer beschäftigt rund 18.000 Mitarbeiter in Köln und 6000 in Saarlouis. Betriebsbedingte Kündigungen sind hierzulande bis 2022 ausgeschlossen. Der US-Konzern hatte im Januar ein Sanierungsprogramm angekündigt, um in Europa aus den roten Zahlen zu kommen und auch Werkschließungen nicht ausgeschlossen. Herrmann sagte, grundsätzlich sei die Aufgabe von Werken zwar möglich. Ein solcher Schritt sei aber ein „sündhaft teures Unterfangen“ und die allerletzte Möglichkeit. „Deswegen wäre ich da sehr, sehr vorsichtig mit meiner Aussage.“ Hinzu komme, dass es andere Bereiche gebe, in denen die Kapazitäten womöglich aufgebaut würden.

„Wir wollen uns mit einer verschlankten Organisation neu aufstellen“, betonte Herrmann. Die Geschäfte in Deutschland liefen gut. „Wir werden dieses Jahr definitiv schwarze Zahlen schreiben. Die operative Marge von sechs Prozent wollen wir robust von 2021 an erreichen.“ Der Manager machte deutlich, dass auch nach Abschluss der jetzigen Pläne zum Jobabbau die Zahl der Beschäftigen hierzulande weiter sinken werde. Ein neues Programm sei aber derzeit nicht geplant. „Es wird so sein, dass wir für die zukünftigen Jahre tatsächlich auf einen natürlichen Wandel bauen.“ Nach 2020 gebe es in Deutschland ein Potenzial von natürlichen Abgängen in einer Größenordnung von rund 1000 Mitarbeitern pro Jahr. „Wenn Sie das fortschreiben über fünf Jahre, dann ist das sicherlich eine Größenordnung, über die wir nachdenken.“

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Post beim Elektro-Transporter StreetScooter will Herrmann fortsetzen. Die Unternehmen loteten derzeit eine Zusammenarbeit von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen aus. Eine Übernahme der Post-Tochter komme für Ford nicht in Frage. Wie es insgesamt weitergehe, hänge auch von den strategischen Überlegungen der Post ab. Post-Chef Frank Appel hatte erklärt, der Konzern sei bei Streetscootern offen für Kooperationen mit anderen Autokonzernen, schließe aber auch einen Börsengang oder den Einstieg eines Finanzinvestors nicht aus.

Mehr: So will Volkswagen den Markt für E-Mobilität erobern.

  • rtr
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