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Autobauer Ghosn-Affäre kostet Nissan mehr als 70 Millionen Euro

Japans zweitgrößter Autokonzern spürt die schwächere Nachfrage auf dem Weltmarkt. Auch die Affäre um Ex-Konzernchef Carlos Ghosn wird für Nissan teuer.
Update: 12.02.2019 - 11:19 Uhr Kommentieren
Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Autobauer einen Gewinn von 316,6 Milliarden Yen, 45,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Quelle: AFP
Nissan-Präsident Hiroto Saikawa

Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Autobauer einen Gewinn von 316,6 Milliarden Yen, 45,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

(Foto: AFP)

YokohamaDer japanische Renault-Partner Nissan hat angesichts schwächelnder Nachfrage auf dem Weltmarkt seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Wie der Konzern bei der ersten Bilanzvorlage seit der Verhaftung seines früheren Verwaltungsratschefs Carlos Ghosn am Dienstag bekanntgab, dürfte zum Bilanzstichtag 31. März ein Gewinn von 410 Milliarden Yen (3,7 Milliarden Euro) anfallen.

Bisher war der Autobauer noch von 500 Milliarden Yen ausgegangen. An Umsatz rechnet Nissan jetzt mit 11,6 statt 12 Billionen Yen.

Als Gründe für die gesenkten Gewinnerwartungen nannte der Vorstand auch Kosten von rund neun Milliarden Yen (70,4 Millionen Euro) im Zusammenhang mit dem wegen Untreuevorwürfen inhaftierten Ghosn.

Ghosn, der auch Chef des Nissan-Allianzpartners Renault war, sitzt seit Mitte November in Tokio in Untersuchungshaft. Ihm wird finanzielles Fehlverhalten und Untreue vorgeworfen. Ghosn weist die Vorwürfe zurück. Nissan hatte ihn unmittelbar nach seiner Verhaftung als Verwaltungsratschef abgesetzt, bei Renault hat inzwischen Thierry Bolloré das Ruder übernommen.

Renault teilte mit, der 64-Jährige bleibe Mitglied im Direktorium des französischen Autobauers. Er werde auch seine Positionen bei Alliance Rostec Auto BV und Renault do Brasil behalten.

Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verbuchte Nissan einen Gewinn von 316,6 Milliarden Yen, 45,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg dagegen leicht um 0,6 Prozent auf 8,58 Billionen Yen.

Im dritten Quartal (Oktober bis Dezember) verbuchte Nissan dagegen einen Anstieg des operativen Gewinns um ein Viertel auf 103,3 Milliarden Yen (827,9 Millionen Euro).

Renault wird an diesem Donnerstag über die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 berichten. Der Hersteller hatte in der zurückliegenden Woche bestätigt, nun ebenfalls Vorwürfe gegen Ghosn zu prüfen. Auch die Justiz wurde eingeschaltet.

Ghosn habe zu seinem „persönlichen Vorteil“ von einem Sponsoring-Vertrag mit dem Schloss Versailles profitiert – es gehe um eine Summe von 50.000 Euro. Laut der Zeitung „Le Figaro“ haben Ghosn und seine Frau Carole im Oktober 2016 im Schloss Versailles ihre Hochzeit gefeiert. Die Kosten für den Mietvertrag seien jedoch über den Sponsoring-Vertrag mit Renault abgerechnet worden.

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  • dpa
  • rtr
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