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Opel

Betriebsrat und IG Metall verhandeln derzeit mit dem Opel-Mutterkonzern Peugeot Citroen über die Auslastung der Werke.

(Foto: dpa)

Autobauer in der Krise Opel sieht erste Sanierungserfolge – doch der Brexit belastet

Opel-Chef Lohscheller spricht von ersten Erfolgen bei der Sanierung. Dennoch wurden im ersten Quartal 25.000 Autos weniger als im Vorjahr verkauft.
19.04.2018 Update: 19.04.2018 - 13:27 Uhr Kommentieren

Hamburg Der defizitäre Autobauer Opel verbucht einem Magazinbericht zufolge erste Sanierungserfolge. Die „Erträge werden deutlich besser“, zitierte die „WirtschaftsWoche“ am Donnerstag Aussagen von Vorstandschef Michael Lohscheller bei einer Mitarbeiterversammlung am Vortag in Rüsselsheim.

Ein Insider bestätigte dies der Nachrichtenagentur Reuters. Dem Magazin zufolge lief das erste Quartal für Opel dennoch nicht optimal: Es seien 25.000 Autos weniger als im Vorjahr verkauft worden. Als Gründe dafür habe Lohscheller den bevorstehenden EU-Ausstritt Großbritanniens und die schwächer wachsende Türkei genannt.

Es gebe für die Mitarbeiter aber keinen Grund, nervös zu werden. Opel wolle in Deutschland investieren, doch man müsse die Kosten drücken. „Teilweise waren unsere Werke doppelt so teuer wie PSA-Werke“, sagte Lohscheller. Opel könne das aber an allen Standorten aufholen.

Betriebsrat und IG Metall verhandeln derzeit mit dem Opel-Mutterkonzern Peugeot Citroën über die Auslastung der Werke. Dabei verlangen die Franzosen von den Beschäftigten Lohnverzicht im Gegenzug für Investitions- und Beschäftigungszusagen. Als besonders gefährdet gilt das kleinste Opel-Werk in Eisenach.

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    Dort stehen wohl bis zu 1000 Stellen auf der Kippe. Dagegen macht die Arbeitnehmervertretung Front. Auf einer Betriebsversammlung in allen drei Standorten in Deutschland wollen sie am Donnerstag die Belegschaften über den Stand der Verhandlungen mit PSA informieren.

    Der Streit um die Sanierung des kriselnden Autobauers sorgt auch in Berlin für Unruhe. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) habe ein großes Interesse an einer nachhaltigen Perspektive für Opel und seine Beschäftigten, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

    Der SPD-Politiker Bernd Westphal verlangte, der neue Opel-Mutterkonzern PSA müsse sich an die Zusagen halten, die bei der Übernahme des Rüsselsheimer Autobauers gemachten worden seien: „Die SPD-Bundestagsfraktion steht an der Seite der Belegschaft.“

    Kanzlerin Angela Merkel hatte gefordert, dass sich PSA an die Zusagen halte. „Wir erwarten jetzt erst mal von dem Unternehmen, dass es all das, was es versprochen hat im Zusammenhang mit der Übernahme, auch einhält“, hatte CDU-Chefin Merkel am Mittwoch gesagt. Altmaier und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) führten dazu Gespräche an Opel-Standorten.

    PSA hat bislang versichert, bei den Sparbemühungen ohne Entlassungen und Werkschließungen auszukommen. Umfangreiche Abfindungsprogramme sollen die Belegschaft reduzieren. Investitionszusagen gab es bislang nur für Opel-Werke außerhalb Deutschlands.

    • rtr
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