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Autobauer Mehr Tote durch Toyota-Pannen als bisher angenommen

Die Pannenserie bei Toyota hat möglicherweise noch fatalere Folgen nach sich gezogen als bislang gedacht.
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Toyota bleibt in den USA in den Negativschlagzeilen. Quelle: dpa

Toyota bleibt in den USA in den Negativschlagzeilen.

(Foto: dpa)

HB WASHINGTON/TORRANCE. Neueste Daten der US-Behörde für Verkehrssicherheit bringen mittlerweile 52 Todesopfer mit dem ungewollten Beschleunigen in Verbindung. Bislang war von 34 Toten die Rede. Die Aufzeichnungen über Unfälle reichen bis ins Jahr 2000 zurück, die meisten stammen aber aus der jüngeren Vergangenheit.

"Wir alle wissen, dass etwas schrecklich schiefgelaufen ist", sagte Senator Jay Rockefeller am Dienstag zum Auftakt der dritten und vorerst letzten Anhörung zum Thema Toyota vor dem US-Kongress.

"Sicherheit spielte eine untergeordnete Rolle. Das Gewinnstreben steuerte die Entscheidungen des Unternehmens." Der Ausschussvorsitzende warf auch der Verkehrssicherheitsbehörde vor, versagt zu haben.

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) sammelt Beschwerden von Autofahrern. Seitdem Toyotas Rückrufwelle für viel Aufmerksamkeit sorgt, ist auch die Zahl der Eingaben sprunghaft angestiegen. Bislang konnten Gutachter jedoch nur bei wenigen Unfällen zweifelsfrei klären, dass sie tatsächlich auf Konstruktionsmängel zurückgehen.

Weltweit ruft Toyota 8,5 Mio. Autos wegen klemmender Gaspedale, rutschender Fußmatten und zeitweise aussetzender Bremsen zurück. Der US-Markt ist besonders stark betroffen. Dass eine fehlerhafte Elektronik der Grund für das ungewollte Beschleunigen bei manchen Fahrzeugen ist, schloss Toyotas Chefkonstrukteur Takeshi Uchiyamada abermals aus. Das elektronische Gaspedal sei Standard in der Industrie und auch ausführliche Tests hätten keine Schwierigkeiten ergeben, führte er in einer vorbereiteten Erklärung aus.

USA erwägen verpflichtendes Brems-Sicherheitssystem für Neuwagen

Nach der massiven Rückrufaktion erwägen die USA, Autobauer zu zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen bei Bremsen zu verpflichten. Den Herstellern könnte auferlegt werden, alle Automatik-Neuwagen mit Systemen auszurüsten, die beim Treten der Bremse in den Leerlauf schalten, sagte Verkehrsminister Ray LaHood am Dienstag bei einer Anhörung im Kongress.

Toyota hält Absatzrückgang in Grenzen

Toyota konnte auf seinem wichtigsten Auslandsmarkt den Rückgang der Verkäufe in Grenzen halten. Mit 100 027 Stück setzte Toyota knapp neun Prozent weniger Fahrzeuge ab als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Dienstag im kalifornischen Torrance mitteilte. Branchenbeobachter waren von einem höheren Einbruch wegen der Pannenserie ausgegangen. Toyota hatte mit Rabatten gegengesteuert.

Die Marke Toyota litt am stärksten unter den laufenden Rückrufen und dem damit verbundenen Imageverlust. Sie büßte um knapp elf Prozent auf 86 240 verkaufte Autos ein. Als Stütze erwies sich die noblere Schwester Lexus, deren Absatz um gut fünf Prozent auf 13 787 Stück stieg. Auch der Hybridwagen Toyota Prius verkaufte sich besser als vor einem Jahr. Im Vergleich mit anderen Herstellern, die zumeist von der zurückgekehrten Kauflaune der Verbraucher profitierten, fällt Toyota damit aber weiter zurück.

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