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Autobauer Nissan-Aktionäre segnen neue Führung ab

Die neue Konzernspitze soll den angeschlagenen Autobauer aus dem Tief führen. Nissan-Aktionäre machten allerdings auch ihrem Unmut Luft.
18.02.2020 - 09:01 Uhr Kommentieren
Autobauer: Nissan-Aktionäre segnen neue Führung ab Quelle: dpa
Nissan-Hauptversammlung

Aktionäre machten lautstark ihrem Ärger über das Management Luft.

(Foto: dpa)

Yokohama Die Aktionäre des vom Skandal um Ex-Chef Carlos Ghosn erschütterte Autokonzern Nissan haben einer neuen Führung grünes Licht gegeben. Der neue Konzernchef Makoto Uchida, Chief Operating Officer Ashwani Gupta, Executive Vice President Hideyuki Sakamoto und Pierre Fleuriot vom Allianz-Partner Renault bekamen am Dienstag die Zustimmung einer außerordentlichen Hauptversammlung. Uchidas Vorgänger Hiroto Saikawa schied aus dem Vorstand aus.

Die größte Herausforderung für die neue Führung ist es, Nissan nach dem Rausschmiss von Ghosn, der in Japan unter anderem wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen angeklagt ist und kürzlich in den Libanon geflohen war, aus dem Tief zu führen. Nissan hatte zuletzt wegen schwacher Verkäufe erstmals seit elf Jahren einen Quartalsverlust eingefahren.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (31. März) war ein Fehlbetrag von netto 26,09 Milliarden Yen (218 Millionen Euro) angefallen. Nissan erwartet jetzt einen Jahresgewinn von nur noch 65 Milliarden Yen. Zuvor hatte Nissan noch 110 Milliarden Yen erwartet.

Aktionäre machten auf der Hauptversammlung lautstark ihrem Ärger über das Management Luft. Ein Anteilseigner nach dem anderen erhob sich, um von der Nissan-Chefetage Sofortmaßnahmen gegen den einbrechenden Autoabsatz einzufordern. Die Manager sollten zudem auf ihr Gehalt verzichten und härter daran arbeiten, die ramponierte Marke wieder aufzupolieren, mahnten die Kritiker.

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    Ghosn wurde zugutegehalten, vor Jahren das kurz vor der Insolvenz stehende Unternehmen Nissan zu einem der größten Akteure der Branche geformt und in eine Allianz mit dem französischen Autobauer Renault und dem kleineren japanischen Partner Mitsubishi geführt zu haben.

    Doch wird er beschuldigt, als Verwaltungsratschef Finanzdokumente gefälscht und Untreue begangen zu haben. Ihm wird unter anderem zur Last gelegt, seine Vergütung nicht in der tatsächlichen Höhe gemeldet zu haben. Er bestreitet dies, saß mehrere Monate in Untersuchungshaft und kam gegen Kaution in Hausarrest. Im Dezember gelang ihm die Flucht in den Libanon, während er seinem Prozess wegen finanziellen Fehlverhaltens entgegensah.

    Der neue Konzernchef Makoto Uchida entschuldigte sich bei den Aktionären dafür, „das Fehlverhalten“ Ghosns „zugelassen zu haben“ und versprach bessere Führung, Transparenz und Konzernergebnisse. Dafür brauche das Management aber mehr Zeit, bat Uchida. Für Mai kündigte er einen Sanierungsplan an. Ein Aktionär wandte jedoch sofort ein, dass die Maßnahme zu spät komme.

    Mehr: Seit dem Rauswurf von Carlos Ghosn bröckelt die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi. Nun haben die Konzerne eine neue Aufgabenverteilung beschlossen.

    • ap
    • dpa
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