Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Autobauer Nissan spricht Vorstandschef Saikawa das Vertrauen aus

Bei Renault-Nissan tobt ein Machtkampf: Renault wünscht die Ablösung des Nissan-Vorstandchefs und spekuliert auf eine Übernahme des Autobauers.
Kommentieren
Der Nissan-Vorstandschef genießt das Vertrauen des Autobauers. Quelle: Bloomberg
Hiroto Saikawa

Der Nissan-Vorstandschef genießt das Vertrauen des Autobauers.

(Foto: Bloomberg)

TokioDer japanische Autobauer Nissan hat im Streit mit Renault um das künftige Kräfteverhältnis in der Autoallianz seinem Vorstandschef das Vertrauen ausgesprochen. Hiroto Saikawa solle an der Spitze des Unternehmens bleiben, teilte der zweitgrößte japanische Autobauer am Freitag mit.

Der Schritt war erwartet worden, nachdem Renault hinter den Kulissen auf eine Ablösung des 65-Jährigen gedrungen hatte, um seinen Einfluss auf den japanischen Partner zu erhöhen. Renault-Chef Thierry Bollore soll wie geplant zusätzlich in den Verwaltungsrat berufen werden, der um drei auf elf Mitglieder erweitert werden soll.

In der Autoallianz tobt ein Machtkampf. Renault zieht Insidern zufolge die Fäden, um einen Wechsel an der Nissan-Spitze durchzusetzen – und so eine Fusion mit den Japanern zu erreichen. Jean-Dominique Senard, der Carlos Ghosn zu Jahresbeginn als Vorsitzender des Renault-Verwaltungsrats abgelöst hat, betrachtet Saikawa offenbar als Hemmschuh, um den Plan durchzusetzen.

Er will die beiden Autobauer enger zusammenzuführen, um Größenvorteile besser nutzen zu können. Analysten sehen die beiden Autokonzerne unterbewertet, weil die Ertragsschwäche von Nissan die Bilanz von Renault belastet. Der japanische Konzern hatte nach einem operativen Gewinnrückgang um 45 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr für die seit März laufende aktuelle Periode einen weiteren Rückgang um 28 Prozent angekündigt.

Renault und Nissan sind durch gegenseitige Beteiligungen miteinander verflochten, wobei die Franzosen ein Übergewicht haben. Nissan dringt auf eine stärkeres Gleichgewicht in der Allianz, in der Ghosn bis zu seiner Verhaftung im November die Richtung vorgab.

Der einst mächtige Autoboss befindet sich derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Er muss sich demnächst in Japan in einem Gerichtsverfahren wegen mutmaßlicher finanzieller Verfehlungen und angeblicher Bereicherung auf Kosten von Nissan verantworten. Ghosn bestreitet jegliches Fehlverhalten.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Autobauer - Nissan spricht Vorstandschef Saikawa das Vertrauen aus

0 Kommentare zu "Autobauer: Nissan spricht Vorstandschef Saikawa das Vertrauen aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.