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Autobauer Nissan und Renault wollen neue Strategie enthüllen

In der Coronakrise rücken Nissan und Renault zusammen. Schon am Mittwoch wollen die Konzerne die neue Strategie für ihre Kooperation bekanntgeben.
26.05.2020 - 10:50 Uhr Kommentieren
Die beiden Autobauer wollen ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage stellen. Quelle: Reuters
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Die beiden Autobauer wollen ihre Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage stellen.

(Foto: Reuters)

Peking Die Coronakrise beschleunigt die Pläne der kriselnden Autobauer Nissan und Renault für eine engere Zusammenarbeit. Nachdem Streitigkeiten das Bündnis jahrelang gelähmt hatten und sogar ein Bruch bevorstand, soll es nun Zug-um-Zug gehen, wie mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Erste Details ihrer künftigen Strategie wollen die beiden Konzerne demnach auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zusammen mit ihrem dritten Allianz-Partner Mitsubishi bereits an diesem Mittwoch bekanntgeben. Am Donnerstag wolle Nissan dann seinen mit Spannung erwarteten Sparplan erläutern, Renault werde wahrscheinlich am Freitag folgen, sagten die mit den Plänen vertrauten Personen.

Die Pandemie setzt allen Autobauern schwer zu, weil die Fahrzeugverkäufe weltweit eingebrochen sind. Hinzu kommt bei Nissan und Renault ein jahrelang erbittert geführter Streit um die Vorherrschaft in dem Bündnis, in dem die Unternehmen durch Überkreuzbeteiligungen miteinander verflochten sind.

Den Gipfel erreichte der Konflikt durch den Rausschmiss des damaligen Konzernlenkers Carlos Ghosn, der in dem Bund bis dahin alle Fäden in der Hand hatte. Der einst gefeierte Manager war im Herbst 2018 von japanischen Behörden festgesetzt und wegen finanziellen Fehlverhaltens angeklagt worden. Er setzte sich später unter spektakulären Umständen in den Libanon ab.

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    Nissan und Renault planen den Insidern zufolge jeweils erhebliche Umstrukturierungen und Kostensenkungen, die sich auf Zehntausende Arbeitsplätze auswirken könnten. Vor wenigen Wochen war bereits durchgesickert, dass die Japaner wahrscheinlich mehr als die im vergangenen Jahr angekündigten weltweit 14 Werke schließen werden.

    Pläne für einen massiven Stellenabbau waren bereits zuvor bekannt geworden. Auch Renault ist schwer angeschlagen, die Franzosen setzen neben eigenen Sparbemühungen auf Staatshilfe.

    Parallel zu ihren Sparprogrammen tüfteln die Partner schon seit einiger Zeit an einer gemeinsamen Strategie. Sie soll die von Ghosn angestrebte und von Nissan vehement abgelehnte Fusion obsolet machen. Kern ist eine neue Arbeitsaufteilung, bei der je ein Partner in einer Region und bei der Entwicklung eines Fahrzeugtyps oder einer Technologie die Führung übernehmen und der andere ihm folgen soll. Dadurch sollen Kostenvorteile besser genutzt werden. Keiner der drei Konzerne wollte sich dazu äußern.

    Mehr: Nach der Flucht des früheren Konzernchefs Carlos Ghosn aus der japanischen Haft wurden zwei mutmaßliche Fluchthelfer in den USA festgenommen.

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