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Autobauer Opel entwickelt neuen Corsa bis zu 50 Prozent günstiger

Opel kann bei der Entwicklung des neuen Corsa Kosten sparen: Sie sollen bei dem für 2019 geplanten Kleinwagen um bis zu 50 Prozent sinken.
Update: 11.06.2018 - 16:52 Uhr Kommentieren
2014 rollte die fünfte Generation des Opel Corsa erstmals vom Band. im nächsten Jahr soll es eine Neuauflage geben. Quelle: dpa
Opel Corsa

2014 rollte die fünfte Generation des Opel Corsa erstmals vom Band. im nächsten Jahr soll es eine Neuauflage geben.

(Foto: dpa)

Rüsselsheim Der Autohersteller Opel kann künftige Fahrzeuge im Verbund mit der neuen Konzernmutter PSA deutlich kostengünstiger entwickeln. Opel-Chef Michael Lohscheller bezifferte am Montag die Vorteile auf 20 bis 50 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorgänger für sämtliche neuen Modelle.

An der Spitze stehe der für das kommende Jahr geplante Corsa, der für rund die Hälfte der Kosten entwickelt werde, die noch unter Regie des früheren Mutterkonzerns General Motors angefallen waren. Das Schwestermodell zum Peugeot 208 soll inklusive einer vollelektrischen Variante im spanischen Saragossa montiert werden.

Opel war im vergangenen August von der Peugeot-Mutter PSA übernommen worden. Ende Mai haben sich Unternehmen und Arbeitnehmer auf eine umfassende Beschäftigungssicherung bis einschließlich Juli 2023 geeinigt.

Gegen Lohnzugeständnisse der verbleibenden Beschäftigten sicherte Opel zu, den Stamm von bislang rund 19.000 Männern und Frauen nur um 3700 zu vermindern, sämtlich auf freiwilliger Basis über die verschiedenen Abfindungs- und Vorruhestandsprogramme.

Opel kündigte daraufhin Investitionen für die deutschen Standorte an. Die exakte Planung zur künftigen Auslastung liegt bislang nicht vor. In Rüsselsheim ist neben dem Spitzenmodell Insignia ein weiterer großer Wagen geplant, der dann bereits auf der PSA-Plattform stehen wird.

PSA-Chef Carlos Tavares hatte angekündigt, Opel als deutsche Marke zu erhalten. Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim soll dabei eine wichtige Rolle spielen und den markenspezifischen Charakter von Opel erhalten. Die neuen Modelle sollen bis 2024 sämtlich auf den beiden PSA-Konzern-Plattformen stehen, die jeweils rund 60 Prozent der Materialkosten eines Autos beinhalten. Rundum werden Antriebe und Komponenten kombiniert. „Hardware, Software, die Wahl der Module, verschiedene Abstimmungen, Kalibrierungen - all das hilft uns auch, jedem Auto einen markenspezifischen Charakter mitzugeben und unsere DNA sicherzustellen“, erklärte Entwicklungschef Christian Müller.

Im Entwicklungszentrum fallen im Sanierungsprozess rund 1000 Stellen weg, erklärte Lohscheller. Er lobte die konzernweite Verantwortlichkeit des Opel-Zentrums unter anderem für eine neue Benzinmotoren-Familie, die Brennstoffzelle oder die Sitze. „Die Verantwortung für das Segment der leichten Nutzfahrzeuge ist sehr wichtig für uns und wird bislang von vielen unterschätzt. Der PSA-Konzern ist dort bereits jetzt europäischer Marktführer. Wir bei Opel wollen dieses Geschäft ausbauen.“

  • dpa
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