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Autobauer Renault in Deutschland: Elektroauto-Absätze verhindern Einbruch im Corona-Jahr

Der Pkw-Markt in Deutschland ist im vergangenen Jahr um fast 20 Prozent eingebrochen. Dank seiner E-Auto-Modelle schlug sich Renault besser.
12.01.2021 - 15:16 Uhr Kommentieren
Mit vielen E-Modellen im Angebot hat der französische Hersteller den großen Einbruch in Deutschland verhindert. Quelle: Reuters
Renault Zoe beim Autohändler

Mit vielen E-Modellen im Angebot hat der französische Hersteller den großen Einbruch in Deutschland verhindert.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Ein hoher Elektroauto-Anteil hat den französischen Renault-Konzern im Corona-Jahr 2020 vor größeren Einbrüchen auf dem deutschen Markt bewahrt. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hat die Marke Renault im vergangenen Jahr in Deutschland rund 125.000 Pkws absetzen können, ein Minus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte deutsche Pkw-Markt war hingegen Corona-bedingt um 19 Prozent eingebrochen.

„Renault hat sich deutlich besser geschlagen als viele Wettbewerber“, sagte Deutschlandchef Uwe Hochgeschurtz am Dienstag in einem Pressegespräch. Mit seinem vergleichsweise großen Elektroangebot habe der französische Autohersteller „zur richtigen Zeit auf das richtige Produkt gesetzt“.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei der Kleinwagen Zoe, den Renault schon seit dem Jahr 2013 verkauft. Zum ersten Mal überhaupt ist 2020 ein Elektroauto das bestverkaufte Modell der Franzosen auf dem deutschen Markt gewesen. Im Vergleich zu 2019 hat Renault die Zahl der Zoe-Verkäufe mit 30.400 Zulassungen ungefähr verdreifacht. Renault habe damit in einem einzigen Jahr mehr Zoe-Fahrzeuge verkauft als im gesamten vorangegangenen Zeitraum (rund 27.000), so Hochgeschurtz weiter.

2020 ist der Kleinwagen aus Frankreich zudem das sechste Mal in Folge das meistverkaufte Elektroauto auf dem deutschen Automarkt gewesen. Das dürfte allerdings auch das letzte Mal gewesen sein, da der Volkswagen-Konzern immer deutlicher mit seinen neuen Elektromodellen aufholt.

Nach Angaben des KBA war der Marktanteil von VW bei rein batterieelektrisch angetriebenen Autos schon im vergangenen Jahr höher als bei Renault. 2021 wird der Volkswagen ID.3 das erste Mal ein ganzes Jahr lang gefertigt – und dürfte damit den Renault Zoe auch als meistverkauftes Einzelmodell überholen.

Neue Elektromodelle angekündigt

Renault kündigt für das neue Jahr weitere Elektromodelle an. So soll es beispielsweise künftig auch eine batterieelektrische Variante des Kleinwagens Twingo geben. Mit 270 Kilometer Reichweite im Stadtverkehr soll das neue Auto vor allem Kunden ansprechen, die ein kleines Fahrzeug für kürzere Distanzen brauchen.

Auch bei der rumänischen Billigtochter Dacia will der Renault-Konzern im neuen Jahr die Produktpalette um das erste vollelektrische Modell Spring erweitern. Der Verkaufsstart ist für Mitte des Jahres vorgesehen. Der neue Kleinwagen soll wie alle anderen Dacia-Modelle Kunden über den Preis locken. Renault macht dazu zwar noch keine konkreten Angaben. Nach Abzug der staatlichen Förderung dürfte der Preis für das Auto aber deutlich unter 20.000 Euro liegen. Mit dem zusätzlichen E-Modell will Renault die deutschen Dacia-Verkaufszahlen wieder in die Höhe treiben.

Deutschland-Chef Hochgeschurtz gab sich vergleichsweise optimistisch für das neue Jahr: „Die Corona-Situation wird sich in wenigen Wochen deutlich verbessern“, prophezeite er. Er sei sich sicher, „dass wir deshalb – sobald sich die Situation verbessert – einen ,Run‘ auf die Autohäuser erleben werden“. Der Wunsch nach individueller Mobilität in Form eines eigenen Pkw sei unverändert groß.

E-Autos spielten dabei künftig die Schlüsselrolle. „Die Elektromobilität hat die Nische endgültig verlassen und wird in diesem Jahrzehnt zum führenden Antrieb werden“, sagte Hochgeschurtz. Für den Wasserstoffantrieb erwartete er in den kommenden Jahren nur eine untergeordnete Rolle „als ein Forschungsthema für die Zukunft“.

Wegen seines vergleichsweise geringen Wirkungsgrades biete sich der Wasserstoffantrieb bei Pkw nicht unbedingt als erste Wahl an. Der Renault-Konzern hatte ebenfalls am Dienstag angekündigt, dass er ein Entwicklungsprojekt zum Wasserstoff-Einsatz bei leichten Nutzfahrzeugen starte.

Mehr: Familienkutsche mit Formel-1-Herz – der Renault Megane Grandtour E-Tech im Handelsblatt-Autotest

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