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Autobauer Renault-Umsatz sinkt wie erwartet

Der Ghosn-Skandal schlägt sich in der Bilanz vom Autobauer Renault nur bedingt nieder. Allianzpartner Nissan kommt dabei deutlich schlechter weg.
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Renault: Der Umsatz sinkt wie erwartet Quelle: dpa
Renault

Der Autobauer will den Umsatz im Laufe des Jahres wieder steigern.

(Foto: dpa)

Boulogne-billancourtDer von einer Führungskrise durchgeschüttelte Autobauer Renault hat im ersten Quartal weniger Umsatz erzielt. Der Erlös fiel um knapp fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Euro, wie das französische Unternehmen am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte. Bereinigt um Währungs- und Sondereffekte habe der Rückgang 2,7 Prozent betragen. Der Erlös lag damit im Rahmen der Expertenerwartungen.

Der Konzern bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Demnach soll der Umsatz - bereinigt um Sondereffekte - zulegen. Zudem stellt der Konzern die Prognose unter den Vorbehalt, dass es nicht zu einem ungeregelten Brexit kommt. Die Profitabilität soll hingegen sinken.

Der VW- und PSA-Konkurrent war Ende vergangenen Jahres in eine Führungskrise geschlittert, nachdem der damalige Chef Carlos Ghosn in Tokio wegen des Verstoßes gegen Börsenauflagen verhaftet wurde. Im Januar trat er dann zurück. Seine Aufgaben wurden aufgeteilt. Jean-Dominique Senard vom Reifenhersteller Michelin übernahm den Präsidentenposten. Ghosns bisheriger Vize Thierry Bolloré ist als Generaldirektor für das operative Geschäft verantwortlich.

Der mit Renault in einer Allianz verbundene Partner Nissan hatte wegen schlechter laufender Geschäfte in den USA und den Folgen der Führungskrise seine Geschäftsziele für 2019 zusammengestrichen. Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr rechnet der japanische Konzern mit einem um 45 Prozent niedrigeren Betriebsgewinn von umgerechnet rund 2,5 Milliarden Euro, das ist der niedrigste Wert seit fast einem Jahrzehnt.

Analyst Frank Schwope von der NordLB geht davon aus, dass der Gewinneinbruch von Nissan das Beteiligungsergebnis von Renault schmälern wird. Der Autoexperte vermutet daher, dass auch Renault in den nächsten Monaten eine Gewinnwarnung herausgeben wird.

Ihn wundere, dass Renault seine Geschäftsziele bekräftigt habe, obwohl der Vorstand inzwischen von einem Rückgang des Weltmarktes ausgehe. Der französische Autobauer will den Umsatz bei konstanten Wechselkursen im laufenden Jahr steigern und rechnet mit einer operativen Rendite von sechs Prozent.

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  • dpa
  • rtr
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