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Autobauer Rückruf von Vorserienautos – Staatsanwaltschaft leitet Vorermittlungen gegen VW ein

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Vorermittlungen gegen VW eingeleitet. Der Autobauer könnte gegen Zulassungsbestimmungen verstoßen haben.
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Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Vorermittlungen gegen Volkswagen aufgenommen. Vorserienfahrzeuge – wie der e-Golf – waren ohne Dokumentation in den Verkauf gekommen. Quelle: Reuters
e-Golf-Produktion in Dresden

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Vorermittlungen gegen Volkswagen aufgenommen. Vorserienfahrzeuge – wie der e-Golf – waren ohne Dokumentation in den Verkauf gekommen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Verkauf von sogenannten Vorserienfahrzeugen ohne eindeutige Dokumentation führt zu ersten juristischen Konsequenzen für Volkswagen. „Wir haben von Amts wegen ein sogenanntes Vorermittlungsverfahren eingeleitet, in dem geprüft wird, ob der Anfangsverdacht strafbaren Verhaltens besteht, das heißt, zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen von Straftaten gegeben sind“, sagte der Braunschweiger Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Montag auf eine Anfrage des Handelsblatts.

Der Wolfsburger Autokonzern könnte gegen Zulassungsbestimmungen verstoßen haben: Die verkauften Vorserienfahrzeuge entsprechen womöglich nicht den Angaben, die in den Fahrzeugpapieren vermerkt waren.

Volkswagen hatte den Rückruf der betroffenen Fahrzeuge Mitte November begonnen. Ziel sei es, die Fahrzeuge zurückzukaufen, um mögliche Mängel zu beheben. „Es wurde versäumt zu dokumentieren, was an den betroffenen Fahrzeugen nicht seriengemäß ist“, hatte ein VW-Sprecher bereits in der vergangenen Woche gesagt.

Nach VW-Angaben hatte eine interne Überprüfung ergeben, dass zwischen 2006 und 2018 weltweit etwa 6.700 Autos in einem Bauzustand vermarktet worden sein könnten, der nicht dem serienmäßigen Zustand entspreche. Möglicherweise seien Autos aus der laufenden Serienfertigung oder Vorserienfahrzeuge mit noch nicht freigegebenen Prototypenteilen ausgestattet worden.

Ob der Serienzustand vor dem Verkauf wiederhergestellt wurde, sei nicht immer zweifelsfrei dokumentiert. Vom Kleinstwagen Up über den Polo, den Golf und den Passat bis hin zum Touareg und zum elektrischen e-Golf seien verschiedene Autos betroffen.

Vorsorglich sollten die Fahrzeuge überprüft werden, da „Einschränkungen an den Sicherheitssystemen“ nicht ausgeschlossen werden könnten, sagte ein Sprecher. Allerdings gehe es um unterschiedlichste Veränderungen – bis hin zur Lackierung im Motorraum, die über den Serienzustand hinausgehe.

Wegen der fehlenden Dokumentation weiß Volkswagen nicht, in welchem Zustand sich die Fahrzeuge befinden. Der Rückruf ist aus VW-Sicht insofern eine Sicherheitsmaßnahme, um möglichen Schäden vorzubeugen.

Das Bundesverkehrsministerium hatte zuvor erklärt, es handle sich um einen Pflichtrückruf, weil die Wagen „unzulässig in den Verkehr gekommen“ seien. Das Verkehrsministerium prüft auch ein Bußgeld gegen Volkswagen. Unfälle wegen nicht serienmäßiger Ausstattung eines ehemaligen Vorserienfahrzeugs gab es laut Volkswagen bislang nicht.

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