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Autobauer Teslas Absatz in China bricht im Mai offenbar erneut ein – Aktie fällt um mehr als fünf Prozent

Der Absatz von Tesla in China fällt im Mai laut einem Medienbericht um fast zwei Drittel im Vergleich zum Vormonat. Der Autobauer hat derzeit mit technischen Problemen zu kämpfen.
04.06.2021 - 12:18 Uhr Kommentieren
Probleme machen Tesla zwei Rückrufe, die das Unternehmen aufgrund von Mängelberichten von US-Behörden machen muss. Quelle: AP
Tesla Model 3 im Jahr 2018

Probleme machen Tesla zwei Rückrufe, die das Unternehmen aufgrund von Mängelberichten von US-Behörden machen muss.

(Foto: AP)

Düsseldorf Die Krise beim Elektroauto-Hersteller bahnt sich seit einiger Zeit an, jetzt scheint sie konkreter zu werden: Tesla setzte auf dem chinesischen Markt im Mai nur 9800 Fahrzeuge ab. Es ist ein Einbruch im Vergleich zum Vormonat um rund 62 Prozent.

Die Tesla-Anleger reagierten prompt, die Aktie fiel um mehr als fünf Prozent. Dabei ist die Absatzzahl noch nicht offiziell, denn die Information verbreitete der amerikanische Technologie-Nachrichtendienst The Information. Eigentlich veröffentlicht der Autoverband China Passenger Car Association (CPCA) erst Mitte Juni die Verkaufsstatistik.

Im Einklang mit den Zahlen aus dem Medienbericht steht ein neuer Report von Dan Levy, Analyst von Credit Suisse Group. Danach fiel der globale Marktanteil von Tesla von 29 Prozent im April auf elf Prozent im Mai.

Seit Monaten steht der Konzern in seinem wichtigsten Auslandsmarkt aufgrund von Qualitäts- und Serviceproblemen unter Beschuss. Für Aufsehen sorgte in China im April auf der Automesse in Schanghai der Protest einer Kundin, die auf einen Tesla-Wagen kletterte. Sie machte schlechte Bremsen eines Model 3 für einen Unfall und Verletzungen ihres Vaters verantwortlich.

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    Tesla reagierte erst harsch. Sie würde eine Begutachtung des Fahrzeugs nicht zulassen und „unverhältnismäßige Forderungen“ stellen. Dann lenkte der Autobauer nach Kritik von staatlichen Stellen in China ein. Tesla werde eine „Selbstbetrachtung und Selbstkorrektur anstellen, um Probleme mit seinem Kundendienst zu bereinigen“, hieß es danach.

    Teslas Konkurrenten stehen besser da

    Erst vor wenigen Tagen wurde über einen Tesla-Fahrer in Shenzhen berichtet, dem beim Aufladen die Batterie ausfiel. Der Mann war in seinem Model 3 eingeschlossen und drohte in der Hitze zu ersticken, auch weil der Notausstieg anscheinend nicht funktionierte. „Wir sind sehr besorgt, was unserem Kunden widerfahren ist“, sagte Tesla in einer Stellungnahme.

    Probleme bereiten Tesla auch zwei Rückrufe, die das Unternehmen aufgrund von Mängelberichten von US-Behörden machen muss. Das betrifft nach China exportierte Fahrzeuge, die aus den USA kommen. Tesla muss aufgrund von fehlerhaften Bremsen 423 Model-3-Autos zurückrufen, dazu noch 311 der gleichen Modellreihe aufgrund von fehlerhaften Sicherheitsgurten.

    Der Absatzeinbruch von Tesla lässt sich nicht mehr mit einer Marktschwäche für Elektroautos erklären. Konkurrenten wie das an der US-Börse gelistete Start-up Nio berichteten für den Mai bessere Resultate als Tesla. So fiel der Absatz von Nio nur um fünf Prozent im Vergleich zum Vormonat, auf 6711 Fahrzeuge.

    Den leichten Rückgang erklärte Nio mit einem Mangel an Halbleitern und „bestimmten logistischen Anpassungen“, was die Produktion und Verfügbarkeit von Fahrzeugen behinderte. Auch Tesla-Chef Elon Musk klagte in den vergangenen Tagen über Chipmangel und begründete Preiserhöhungen mit Lieferproblemen.

    Mehr: Service- und Qualitätsprobleme: Teslas aggressive Strategie funktioniert in China nicht

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