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Toyota in Bestform

Die Japaner legen im ersten Quartal gute Zahlen vor.

(Foto: dpa)

Autobauer Toyota ist der profitabelste Autohersteller der Welt – die Blitzanalyse

03.08.2018 - 08:55 Uhr Kommentieren

Tokio Der japanische Autokonzern Toyota hat erfolgreiche Monate hinter sich. Im ersten Quartal des seit April laufenden japanischen Bilanzjahres stimmen die Zahlen. Die wichtigsten Fakten.

  • Während viele Rivalen wie Nissan, GM oder Ford straucheln, beschleunigt Japans größter Autobauer Toyota wieder fast auf alte Rekordwerte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 7,4 Billionen Yen (56,9 Milliarden Euro).
  • Der Betriebsgewinn legte sogar um gar 19 Prozent auf 683 Milliarden Yen (rund 5,2 Milliarden Euro) zu. Unter dem Strich stieg der Reingewinn um 7,2 Prozent auf 657 Milliarden Yen (rund 5,07 Milliarden Euro).
  • Im ersten Quartal erhöhte der Konzern den Absatz leicht um 21 000 auf 2,236 Millionen Autos.
  • Toyotas Führung bleibt bescheiden. „Wir bewegen uns im Plan“, sagte Masayoshi Shirayanagi, der Chef der Buchführungsabteilung. Man ernte nun die Früchte früherer Reformen. „Aber wir haben erst die Hälfte des Weges zurückgelegt.“

Großer Tag in der Technologiebranche. Drei der Top-Konzerne haben ihre Quartalsbeziehungsweise Jahreszahlen vorgelegt. Die wichtigsten Fakten.

Das fällt positiv auf

Toyota wird immer profitabler: Höheren Materialkosten und Preisdrucks in den USA zum Trotz, konnte der japanische Branchenprimus seine schon hohe Gewinnmarge innerhalb des vergangenen Jahres von 8,1 auf 9,3 Prozent hochfahren. Damit liegt Toyota knapp unter den zweistelligen Umsatzrenditen der Rekordjahre – doch erwirtschaftet deutlich mehr Gewinn als die VW-Kernmarke. Selbst die deutschen Premiumhersteller Audi (9,2 Prozent operative Rendite), BMW (8,6 Prozent) und Daimler (8,4 Prozent) sind weniger profitabel als die Japaner.

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    Ein Motor war, dass Toyota in allen Märkten außerhalb Japans mehr Autos auf die Straße brachte. In Toyotas größtem Markt, den USA, stieg der Absatz um 23 000 Autos auf 746 000 Autos. Auch der Verkauf in China lief gut. Der wichtigste Grund ist allerdings eine altbekannte Stärke der Japaner: das kontinuierliche Sparen. So senkte der Konzern die Kosten in Verhandlungen mit seinen Zulieferern im vergangenen Quartal um 65 Milliarden Yen. Damit machte der Konzern steigende Materialkosten mehr als wett.

    Das fällt negativ auf

    Enttäuschte Aktionäre: In Japan sackte Toyotas Absatz um 6,3 Prozent ab. Denn es fehlten neue Modelle, die Käufer zu den Händlern lockten. Darüber hinaus sanken in den USA die Gewinne, obwohl der Umsatz stieg. Denn Toyota musste die Rabatte erhöhen. Der Konzern hofft allerdings, im Rest des Jahres die Rabattsumme nicht anheben zu müssen. Stattdessen sollen die Rabatte schneller an Kundennachfrage und Marktlage angepasst werden, um Wettbewerbsvorteile zu erkaufen.

    Der Aktienpreis sank nach der Veröffentlichung der Bilanz um 0,9 Prozent auf 7 220 Yen. Wahrscheinlich lag dies daran, dass Toyota auch nach dem guten Ergebnis seine Jahresgewinnprognose nicht erhöhte. Stattdessen sagt der Konzern weiterhin nur eine Gewinnmarge von 7,9 Prozent voraus. Dies wäre etwas weniger als im Jahr 2017. Denn Toyota erwartet höhere Kosten und insgesamt nicht mehr Absatz als vor einem Jahr.

    Was jetzt passiert

    Es wird weiter gespart: Toyotas Prognosen sind traditionell vorsichtig. Normalerweise übertrifft die Realität die veröffentlichten Pläne deutlich. In diesem Fall könnte mehr Potenzial im Sparen stecken. Dieses Jahr will Toyota die Kosten um 300 Milliarden Yen senken. Das könnte klappen. Denn der Konzern dehnt sein berüchtigtes Effizienzdenken aus dem schlanken Toyota-Produktionssystem nun auf das etwas fetteren Managementbereiche aus – Forschung und Entwicklung inklusive. Eine Maßnahme ist die Einführung des papierlosen Büros. Der Papierverbrauch soll um 70 Prozent gesenkt werden, sagte Shirayanagi.

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