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Autobauer Toyota schafft trotz Auto-Krise ein hohes Gewinnplus

Der Autobauer profitiert von kräftig gestiegenen Verkaufszahlen. Der Quartalsgewinn steigt auf rund 5,5 Milliarden Euro. Trotzdem senkt Toyota das Absatzziel.
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Der nach Volkswagen weltweit zweitgrößte Autokonzern erweist erneut als robuster als viele Konkurrenten. Quelle: dpa
Toyota-Showroom in Tokio

Der nach Volkswagen weltweit zweitgrößte Autokonzern erweist erneut als robuster als viele Konkurrenten.

(Foto: dpa)

Tokio, Hamburg Toyota trotzt als einer der wenigen Autokonzerne der weltweit grassierenden Branchenkrise. Der operative Gewinn kletterte im Zeitraum Juli bis September um 14 Prozent auf 662 Milliarden Yen (umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro), wie der größte japanische Autobauer am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben des Unternehmens war es das stärkste zweite Quartal seit vier Jahren.

Dabei profitierte der Konzern von weltweit kräftig gestiegenen Verkaufszahlen und verbesserte seine Ertragskraft vor allem in Nordamerika. Auch in China, wo anderen Herstellern der Handelsstreit mit den USA zu schaffen macht, steigerte sich Toyota dank neuer Modelle.

Die vor wenigen Monaten gedämpften Gewinnaussichten bekräftigte der Vorstand um Konzernchef Akio Toyoda, senkte aber das Absatzziel für das bis Ende März 2020 laufende Geschäftsjahr um 30.000 Einheiten auf 10,7 Millionen Fahrzeuge.

Damit erweist sich der nach Volkswagen weltweit zweitgrößte Autokonzern erneut als robuster als viele Konkurrenten. Während vielerorts die Gewinnziele deutlich reduziert werden und von Personalabbau die Rede ist, justieren die Japaner nur leicht nach. „Toyota ist damit neben VW und teilweise auch BMW zurzeit einer der stabilsten Autobauer“, sagte Frank Schwope von der NordLB.

Der Autoanalyst rechnet damit, dass Toyota im Kalenderjahr mit knapp 10,8 Millionen Fahrzeugen hinter Volkswagen und der Allianz aus Renault und Nissan auf Rang drei der weltgrößten Autokonzerne landen wird. Rechne man die Partner Mazda, Suzuki und Subaru hinzu, liege die Allianz um Toyota bei 16,5 Millionen Fahrzeugen. Das sei fast doppelt soviel, wie der geplante Bund von Fiat Chrysler und PSA auf die Waage bringen würde.

Rendite geht vor Volumen

Weltweit schlug Toyota zwischen Juli und September 2,75 Millionen Fahrzeuge los, ein Viertel mehr als im vorangegangenen Jahr. Dabei kletterten die Verkäufe in Nordamerika, Toyotas größtem Absatzmarkt, um 5,6 Prozent. „Die neuen Modelle des RAV4 und des Corolla sowie der Camry wurden in Nordamerika gut angenommen, so dass wir die Verkaufsanreize senken konnten“, sagte Kenta Kon, der fürs operative Geschäft zuständig ist.

In Asien steigerte sich Toyota um 3,4 Prozent und weitete dabei seinen Absatz vor allem in China aus. Dort kamen die aktualisierten Limousinen Levin, Avalon und Camry sowie die ES- Modell der Marke Lexus bei der Kundschaft gut an.

Angesichts der hohen Barmittel kündigte Toyota an, bis Ende März eigene Aktien im Wert von bis zu 1,8 Milliarden Dollar beziehungsweise 34 Millionen Stück zurückzukaufen. Dadurch sollen die Anteilseigner von einem steigenden Aktienkurs profitieren.

Mehr: Bei seiner Transformation zum Mobilitätskonzern setzt Toyota auf Allianzen mit Uber & Co. Der Konzern will seine Datenplattform als Standard setzen.

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  • rtr
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