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Autobauer Volvo bereitet Abschied vom Diesel vor

Der schwedische Autobauer Volvo steht vor dem Ausstieg aus der Dieseltechnologie. Firmenchef Håkan Samuelsson will kein Geld mehr für die Weiterentwicklung in die Hand nehmen.
17.05.2017 Update: 17.05.2017 - 14:28 Uhr Kommentieren
Der Volvo-Vorstandsvorsitzende sieht für Dieselmotoren keine Zukunft. Quelle: dpa
Håkan Samuelsson

Der Volvo-Vorstandsvorsitzende sieht für Dieselmotoren keine Zukunft.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der schwedische Autobauer Volvo will kein Geld mehr in die Entwicklung neuer Dieselmotoren stecken. „Aus heutiger Sicht werden wir keine neue Generation Dieselmotoren mehr entwickeln“, sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Das Unternehmen wolle zwar seinen 2013 eingeführten derzeitigen Diesel noch verbessern und an die nächsten Abgasgrenzwerte anpassen. Danach werde aber der finanzielle Aufwand für eine Neukonstruktion zu hoch, zitierte die Zeitung Samuelsson. Volvo gehört seit 2010 dem chinesischen Konzern Geely.

Andere Autohersteller halten unterdessen klar an der Technologie fest. Eine komplette Kehrtwende können sich jedoch die meisten von ihnen nicht leisten. Denn um die strengen CO2-Ziele der Europäischen Union für das Jahr 2021 zu erreichen, brauchen sie den Diesel. Dessen Ruf leidet zwar wegen hoher Abgaswerte bei Stickoxiden, angesichts ihres geringeren Kraftstoffverbrauchs punkten sie andererseits aber beim CO2. Ohne Dieselautos seien die Klimaziele der EU nicht erreichbar, betonte BMW-Chef Harald Krüger Anfang Mai in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Der saubere Diesel hat noch eine lange Zukunft vor sich.“

VW investiert in die Weiterentwicklung des Diesels in den nächsten Jahren Milliarden. Und Daimler ist gerade erst dabei, eine neue Diesel-Motorenfamilie auf den Markt zu bringen. Konzernchef Dieter Zetsche erklärte bei der Hauptversammlung Ende März, niemand könne heute mit Gewissheit sagen, wann sich Elektroautos am Markt durchsetzten. „Schon deshalb sind effiziente Verbrenner in der Übergangszeit ein wesentlicher Teil der Lösung.“

Was am Volvo V90 gefällt, und was nicht
„Thors Hammer“ zieht Blicke an
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Das eigenwillig geformte LED-Tagfahrlicht von Volvos Kombi-Flaggschiff kommt bei allen Betrachtern gut an. Trotz stattlicher Abmessungen wirkt der V90 kein bisschen aufdringlich. Schwedenstahl-understatement als große Show.

(Foto: Frank G. Heide)
Blick in den Innenraum
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Das helle Leder verfehlt seine Wirkung nicht, es erweitert den ohnehin großzügig bemessenen Raum für alle Passagiere noch einmal optisch. Und wird dabei sehr wirksam von einem riesigen Glas-Panoramadach unterstützt, das einfach perfekt zur Anmutung des edlen Testwagens passt. Unterstützt wird der Lounge-Charakter des Luxus-Kombi durch wunderschöne runde Echtholzeinlagen, die sich auch noch gut anfassen.

(Foto: Hersteller)
Volvo V90 D5 AWD
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Anders als früher steht heute beim Volvo-Kombi nicht mehr der sachliche Nutzwert an erster Stelle. Lifestyle ist angesagt, und so ein V90 ist schon optisch ein Statement. Flacher als früher, die abfallende Dachlinie soll Dynamik vermitteln, das einst kantige Heck wird vom deutlich angeschrägten Rückfenster geprägt.

(Foto: Frank G. Heide)
Volvo V90 D5 AWD
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Die Bedieneinheiten im wunderschön gestalteten Multifunktions-Lederlenkrad sind nicht beschriftet, aber mit Symbolen versehen. Und sie sind ordentlich gruppiert. Sobald man etwas berührt, bekommt man eine Rückmeldung im Cockpit oder auf dem mittleren Touchscreen. Vor allem die links sitzenden Funktionen für Autopilot, Tempomat und adaptive Cruise Control sind so schnell zu bedienen.

(Foto: Frank G. Heide)
Blick auf den riesigen Touchscreen des Multimedia-Infotainments
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Nicht alle Funktionen sind über das Display neben dem Lenkrad zu regeln. Die nicht gerade wenigen Funktionen für die aufwändig verarbeiteten Ledersessel etwa, die muss man traditionell mit der Hand ertasten.

Aber der Volvo unterstützt beim Lernen: Sobald eine Funktion an der unteren Sitzseite angewählt wird, erfolgt die schriftliche und symbolische Rückmeldung im Tatsch-und-Wisch-Monitor. So fällt es leichter, sich auch während der Fahrt durch die zahlreichen Positionen zu probieren, die das schwedische Gestühl bietet.

(Foto: Hersteller)
AWD schafft Sicherheit
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Auch auf schlechtem und nassen Untergrund bringt der Allradantrieb die beindruckenden 480 Newtonmeter des Diesel schon bei 1.750 Touren ohne Gripverlust an den breiten Pneus auf den Aspahlt. Wer es eilig hat, scheucht den Zweitonner aus dem Stand in ordentlichen 7,2 Sekunden auf Tempo 100.

(Foto: Florian Hückelheim)
Volvo V90 D5 AWD Inscription
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Wer sich den V90 von Volvo leisten möchte, wird ein Sparschwein schlachten müssen. Der Testwagen kam bei einem Basispreis von 61.400 Euro dank schöner Extras auf stolze 85.910 Euro. Dafür vermittelt er schon auf den ersten Blick einen souveränen Eindruck.

(Foto: Frank G. Heide)

Dabei ist die Verunsicherung bei den Autokäufern bereits spürbar. Der Diesel-Marktanteil in Deutschland ging im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,7 Prozentpunkte auf 41,3 Prozent zurück. In absoluten Zahlen sackte die Zahl der neu zugelassenen Dieselfahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19,3 Prozent ab, im bisherigen Jahresverlauf sank sie um 8,1 Prozent. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger dürfte der Diesel-Anteil bei Mittel- und Oberklasseautos in Europa bis 2030 auf ein Drittel, bei Kleinwagen sogar gegen Null fallen.

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    Volvo will deshalb nun laut dem Bericht auf E-Motoren setzen. Dabei geht es sowohl um die sanfte elektrische Unterstützung von Benzinmotoren als auch um sogenannte Plug-in-Hybride, die neben einem Tank eine vollwertige Batterie haben. Ein erstes rein elektrisches Auto will Volvo aber erst im Jahr 2019 auf den Markt bringen. Zu diesem Zeitpunkt planen auch andere Hersteller einen größeren Aufschlag.

    Eine Antwort für den deutschen Markt gab Samuelsson allerdings noch nicht: Volvo verkauft hierzulande gut 40.000 Autos im Jahr – vorwiegend mit Dieselmotor. Wie lange die bestehende Generation im Programm bleiben kann, wollte er nicht sagen. Dem Bericht zufolge könnte das bis ins Jahr 2023 dauern – üblicherweise rechnet man bei den Entwicklungszyklen in der Autobranche mit etwa sieben Jahren.

    • dpa
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