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Autobauer VW-Aufsichtsrat will Markus Duesmann nächste Woche zum neuen Audi-Chef küren

Der Ex-BMW-Manager Duesmann soll die Schwäche bei Audi beseitigen. Nach langer Hängepartie will der VW-Aufsichtsrat endlich den Weg frei machen.
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VW-Aufsichtsrat will Markus Duesmann zum neuen Audi-Chef berufen Quelle: BMW Group
Markus Duesmann

Der ehemalige BMW-Manager soll Bram Schot als Chef von Audi ersetzen.

(Foto: BMW Group)

Düsseldorf, Frankfurt Innerhalb des VW-Konzerns ist die Tochter Audi eines der größten Problemfelder. Auch wenn die Verkäufe im Oktober noch einmal deutlich anzogen – Absatz und Gewinn stehen massiv unter Druck. Außer milliardenschweren Einsparungen plant Audi daher die Reduktion seiner Kapazitäten in den deutschen Werken.

Eine Lösung sei das aber nicht, sagte ein Aufsichtsrat dem Handelsblatt. Viel drängender sei die Führungsschwäche, die das Unternehmen blockiere. Dieses Problem will der Mutterkonzern bald lösen: Auf seiner Sitzung am kommenden Freitag wolle der Aufsichtsrat die Berufung von Markus Duesmann in den Vorstand von VW und zum neuen Audi-Chef beschließen.

Spätestens zum April soll der 50-Jährige Interimschef Bram Schot ersetzen, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Kontrollgremiums. Der Aufsichtsrat vollzieht damit, was vor einem Jahr bereits angestoßen worden war. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Duesmann seinen Abschied aus dem Vorstand von BMW angekündigt.

VW-Chef Herbert Diess wollte ihn schnellstmöglich zum Chef der Premiumtochter machen, allerdings entließ ihn BMW nicht aus seinem Vertrag. Die Wettbewerbssperre läuft erst im nächsten Jahr aus. Ohne Duesmann stiegen die Nöte bei Audi.

Zwar fand Diess in Schot einen vorläufigen neuen Vorstandschef, was nach dem Hinauswurf von CEO Rupert Stadler wegen dessen Anklage im Zuge der Dieselaffäre unabwendbar geworden war. Aber Schot konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. „Er ist eher ein Vertriebsmann als ein Stratege und ein Sanierer“, sagte der Aufsichtsrat. VW äußerte sich nicht zu der Personalie.

Mehr: Nach Jahren der Expansion muss Audi umdenken: Die deutschen Werke sollen deutlich weniger Autos produzieren, die Antriebe werden elektrisch.

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