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Autobauer VW-Vergleichsportal funktioniert nach Problemen wieder

Tausende Dieselkläger wollten online prüfen, ob sich ein Vergleich mit VW lohnt. Doch die extra dafür eingerichtete Website hakte. Nun läuft sie wieder.
20.03.2020 Update: 20.03.2020 - 16:45 Uhr 2 Kommentare
Das Internet-Vergleichsportal ist überlastet. Quelle: dpa
Volkswagen in Wolfsburg

Das Internet-Vergleichsportal ist überlastet.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Noch mehr schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit dem Dieselskandal wollte man bei Volkswagen offenbar unbedingt vermeiden. Nachdem am Freitagvormittag der Zugang zum Internet-Vergleichsportal des Konzerns zusammengebrochen und überforderte Hotline-Mitarbeiter Anrufer auf Montag vertröstet hatten, vermeldete der Konzern nun doch schon Entwarnung.

Auf dem Portal können Dieselkläger nachlesen, wie viel Geld ihnen VW als Entschädigung für ihren manipulierten Diesel anbietet und einen Vergleich beantragen. Gegenwärtig würden 5000 Nutzer pro Sekunde die Seite nutzen, die circa 15.000 Transaktionen auslösten, so ein Unternehmenssprecher. „Dies ist der Grund, warum die Seite über eine gewissen Zeit nicht erreichbar war. Die Menge der Transaktionen ist vergleichbar mit den großen deutschen Nachrichtenwebsites an einem durchschnittlichen Tag.“

Tatsächlich läuft der Zugang nun wieder, das Handelsblatt hat ihn getestet. Für das Unternehmen ist dies eine wichtige Nachricht. Denn am Donnerstag hatte VW per Brief alle Kunden, die sich der Sammelklage gegen den Autobauer angeschlossen hatten, angeschrieben und ihnen mitgeteilt, dass sie ab diesem Freitag loslegen könnten. So sei es ihnen möglich, mit Benutzername und einer mitübersandten PIN-Nummer „bequem von zu Hause aus“ einen Vergleich mit Volkswagen abzuschließen. Doch das funktionierte zunächst nicht.

Nun wird nach Eingabe einiger Daten wie etwa der Zulassungsnummer den Klägern der Betrag angezeigt, der von Volkswagen für ihr Modell konkret angeboten wird. Die Höhe der Zahlungen bewegt sich dabei zwischen 1350 Euro und 6257 Euro.

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    Wer sich für den Vergleich entscheidet, der erhält nach Prüfung durch VW die Annahme bis zum 24. April dieses Jahres. „Wenn wir Ihr Angebot annehmen, erfolgt die Zahlung des mit Ihnen vereinbarten Einmalzahlungsbetrages binnen zwölf Wochen ab Abschluss des Vergleichs“, heißt es zudem in einer Bestätigungs-E-Mail.

    Bleibt die Frage, ob sich die Frist, bis wann die Kläger sich für oder gegen den Vergleich entscheiden müssen, verlängert wird. Bisher haben die Kläger dafür nur Zeit bis zum 20. April. Wer sich anwaltlich beraten will, erhält zudem zusätzlich 190 Euro erstattet.

    Klägeranwälte fordern, wegen der Coronakrise diese Frist zu verlängern. „Aufgrund der Corona-Krise ist es unverantwortlich, mehr als eine Viertelmillion Menschen in Deutschland zu diversen Anwaltsterminen zu schicken“, sagt Claus Goldenstein. Seine Kanzlei Goldenstein & Partner vertritt rund 17.800 Mandanten im Abgasskandal und ist für den ersten Fall vor dem Bundesgerichtshof verantwortlich.

    Bei Volkswagen stellt man dagegen eher die Erfolge des Vergleichsportals heraus. Schon jetzt hätten „mehrere tausend Personen den Vergleichsprozess vollständig abgeschlossen“, der Unternehmenssprecher. 23.000 Personen hätten sich bis zum Freitagmittag registriert. Das Interesse an dem Vergleich übersteige die Erwartungen von VW „um ein Vielfaches.“

    Mehr: Firmen, aus denen Straftaten begangen werden, sollen härter bestraft werden. Doch an einem Punkt hakt die Reform noch.

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    2 Kommentare zu "Autobauer: VW-Vergleichsportal funktioniert nach Problemen wieder"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich versuche seit mehreren Tagen meine Registrierung per Link zu bestätigen. Immer wieder wird bestätigt, dass eine Mail an mich versendet wurde....immer wider kommt nichts an, obwohl die Mai-Adresse stimmt. Telefonisch unerreichbar, nur per Internet Registrierung möglich.
      Ich bin eigentlich richtig sauer, dass VW so mit Kunden umgeht. Ich werde das in Zukunft bei meinen Kaufentscheidungen berücksichtigen.

    • Leider ist die Aussage nicht korrekt. Das Portal für die Registrierung funktioniert nicht. Wenn man wegen eines Problems von VW aufgefordert wird, zusätzliche Unterlagen hoch zu laden oder die Angaben zu ergänzen bekommt man dazu die Einladung per E-Mail. Wenn man daraufhin die Seite besuchen will, kann man sich zwar einloggen, aber dann springt das Portal sofort zur letzten Bearbeitungsseite und dort kann man sich dann nur Ausloggen. Einzig der Button ABMELDEN kann gedrückt werden. Andere Schritte wie z.B. eine Seite zurück zu blättern, um tatsächlich Änderungen vorzunehmen, sind nicht möglich. Man kann sich also nur im Kreis drehen: Einloggen - Ausloggen - Einloggen - Ausloggen. Das Problem ist bei VW bekannt. Konnte aber nicht innerhalb von 12 Stunden behoben werden. Vielleicht muss man das Portal einfach nur wieder für die Bearbeitung frei geben? Das Ganze finde ich für ein Unternehmen wie VW ziemlich beschämend. Ich werde es morgen wieder versuchen müssen. Hightech ist eben nicht VWs Stärke. Da sind Tesla und Google einfach besser aufgestellt für die Zukunft.

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