Autobranche BMWs Bremsen greifen

BMW hat im ersten Quartal einen Millionenverlust eingefahren. Aber: Dieser fiel nicht so schlimm aus, wie Analysten erwartet hatten. Diese hatten mit einem weit größeren Minus gerechnet. BMW ist früh und hart in die Eisen gegangen - mit Erfolg.
Ein Blick auf die Konzernzentrale von BMW in München. Quelle: ap

Ein Blick auf die Konzernzentrale von BMW in München.

(Foto: ap)

HB MÜNCHEN. Der Automobilhersteller BMW hat im ersten Quartal wie von Analysten erwartet rote Zahlen geschrieben. Dabei fiel der Verlust aus dem operativen Geschäft aber geringer aus als befürchtet. Im Zeitraum von Januar bis März betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) minus 55 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatten die Münchener noch einen Gewinn von 827 Mio. Euro erzielt. Die Analysten hatten jedoch mit einem Absturz auf minus 174 Mio. Euro gerechnet. Der Automobilhersteller hat laut ersten Reaktionen von Händlern an der Börse mit seinen Zahlen besser als erwartet abgeschnitten.</</p>

Die Münchener meistern jedoch die aktuelle Krise den Experten zufolge trotz des Absatzrückgangs von über einem Fünftel besser als Konkurrent Daimler. BMW hatte schon im vergangenen Jahr hohe Wertberichtigungen auf die Restwerte zurückgekehrter Leasingfahrzeuge vorgenommen, so dass einige Experten hier keine neuerlichen Abschreibungen erwarten. Damit schließen sie sich den Angaben des BMW-Managements an, wonach den Planungen zufolge keine weiteren zusätzlichen Belastungen aus dem Leasinggeschäft anstehen.

Zudem hatten die Münchener die Produktion zum Jahresausgang 2008 vergleichsweise schnell gedrosselt. Nach Meinung von Analyst Georg Stürzer von der UniCredit wurden im ersten Quartal weniger Fahrzeuge hergestellt als verkauft, so dass die Lagerbestände reduziert werden konnten.

Wegen der besseren Kontrolle der Lagerbestände dürfte BMW nach Meinung von Analyst Christian Breitsprecher von Oppenheim Research geringere Verluste schreiben als die Mercedes-Sparte von Daimler. Das Pkw-Geschäft der Stuttgarter hatte im ersten Quartal ein negatives EBIT von über 1,1 Milliarden Euro eingefahren.

Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 11,509 Mrd. Euro. Der Dax-Konzern hatte im ersten Quartal bei seinen Autos einen Rückgang der Nachfrage von gut 21 Prozent hinnehmen müssen. Der Überschuss ging von 487 auf minus 152 Mio. Euro zurück. Für das Gesamtjahr 2009 wagte das Unternehmen weiterhin keine Ergebnisprognose. Fest steht, dass der Autoabsatz des Vorjahres von 1,4 Mio. Fahrzeugen nicht erreicht wird.

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