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Autobranche Emirate nähern sich Opel immer mehr an

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Der Opel-Betriebsrat hat sich derweil sich offen gezeigt für eine Beteiligung des Emirats Abu Dhabi: "Ich hätte nichts gegen einen Einstieg", sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel am Montag in Gelsenkirchen. Allerdings forderte er dafür eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie. Zudem müsse ein Investor "reales Geld" mitbringen, sagte er.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, in dessen Bundesland der zweitgrößte deutsche Opel-Standort in Bochum liegt, hatte nach Angaben von Einenkel am vergangenen Donnerstag mit Abu Dhabi verhandelt. "Der Name Opel ist dabei gefallen", sagte Einenkel. Nach einem Bericht der offiziellen "Emirates News Agency" fand das Treffen bei einem Aufenthalt von Vize-Premier Scheich Hamdan in Berlin statt. Hamdan sehe großes Potenzial für eine Kooperation, so die Agentur. Nach Angaben aus Regierungskreisen in Nordrhein-Westfalen sollen nun auf Arbeitsebene weitere Gespräche mit Abu Dhabi geführt werden.

Der Vorstoß ist der bislang konkreteste auf der Suche nach Interessenten für Opel. Das Unternehmen sucht händeringend nach einem Investor, an dessen Einstieg Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Zusage für staatliche Bürgschaften geknüpft hat. Opel selbst hält sich bislang mit Angaben zu den möglichen Interessenten zurück. Auch Betriebsratschef Klaus Franz kritisierte deren öffentliche Nennung. "Damit schreckt man potenzielle Investoren ab", sagte er zu Reuters.

Einenkel forderte von den Interessenten für den Autobauer eine Standortgarantie. "Die Werke müssen Bestand haben, sonst gibt es von uns keine Unterstützung", sagte er. Obwohl GM-Europa-Präsident Carl-Peter Forster eine Garantie für den Standort in Bochum gegeben habe, gebe es bei dem Konzern auch Pläne, auf die Werke in Eisenach und Bochum zu verzichten und die Produktion am Stammsitz in Rüsselsheim zu bündeln. Ein GM-Europe-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Das Unternehmen hatte zuletzt einen Verkauf des Werkes in Thüringen nicht ausgeschlossen. Nach Angaben von Einenkel ist BMW an dem Standort interessiert gewesen. Entsprechende Gespräche lägen jedoch auf Eis. BMW wies ein Interesse an dem Werk erneut zurück

Neue Hoffnung gibt es für die insolvente Opel-Schwester Saab. Für das Unternehmen gibt es nach Angaben des Insolvenzverwalters rund 20 Interessenten. GM will sich bis Januar 2010 von der Tochter trennen. Am Montag hat ein schwedisches Gericht der Opel-Schwester mit einer Verlängerung des Gläubigerschutzes mehr Zeit für die Restrukturierung gegeben. Zudem haben wichtige Gläubiger dem beantragten Erlass von 75 Prozent der nachrangigen Schulden zugestimmt. Beides sind wichtige Schritte, um den Autobauer wieder auf Spur zu bringen.

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