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Autobranche VW beendet das Projekt Auto 5000

Volkswagen hat eine Einigung mit der IG Metall über die Integration der Produktionstochter Auto 5000 erzielt. Die 4200 Beschäftigten des bislang eigenständigen Unternehmens, das in Wolfsburg die Modelle Tiguan und Touran baut, werden zum Jahreswechsel Teil von Volkswagen – und damit auf Basis des finanziell attraktiveren Haustarifvertrages des Autobauers bezahlt.
Das Problem bei der Integration der

Das Problem bei der Integration der "Auto 5000" hat VW nun gelöst.

(Foto: dpa)

HAMBURG. Die unterschiedlichen Entgelt- und Schichtmodelle werden innerhalb von zwei Jahren umgestellt. „Die Auto-5000-Beschäftigten werden den VW-Beschäftigten gleichgestellt und das Unternehmen kann Personalprozesse flexibler gestalten“, sagte Niedersachsens IG-Metall-Chef Hartmut Meine gestern in Wolfsburg.

Damit ist nach sieben Jahren ein vielbeachteter Sonderweg beendet, mit dem VW seine hohe Kostenstruktur verringern wollte. Auto 5000 wurde 2001 am VW-Stammsitz Wolfsburg als Alternative zu Verlagerungen ins Ausland gegründet. Der trotz Autokrise bislang anhaltende aktuelle Erfolg des restrukturierten Unternehmens hatte aber die Begehrlichkeit bei den Auto-5000-Mitarbeitern geweckt, gleichberechtigter Teil des Konzerns zu werden. VW-Chef Martin Winterkorn dagegen hatte Interesse an einer möglichst einheitlichen Tarifstruktur.

Faktisch ist der ehemals auch räumlich getrennte Bereich von Auto 5000 auf dem Wolfsburger Werkgelände immer stärker mit der Produktionsstruktur des Konzerns verbunden wurden. Aufgrund der hohen Tiguan-Nachfrage montieren die Mitarbeiter von Auto 5000 das Modell nicht nur in ihrer eigenen Halle, sondern auch auf einem Band mit VW-Mitarbeitern, die dort den Golf bauen. Während die Angestellten von Auto 5000 aber 35 Stunden pro Woche arbeiten müssen, sieht der VW-Haustarifvertrag einen Arbeitszeitkorridor zwischen 25 und 33 Stunden vor.

Rückenwind für den Vorstoß der Gewerkschaften kam von Branchenexperten. „Wenn Beschäftigte die gleiche Arbeit am gleichen Ort verrichten, ist es schwer kommunizierbar, dass diese unterschiedlich bezahlt werden sollen“, sagte Stefan Bratzel, Leiter des Automotive Centers an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Bratzel warnt allerdings davor, sich in wirtschaftlich guten Zeiten angesichts der Autokrise zu viel aufzuladen. Die IG Metall konnte sich zudem mit ihrer Forderung durchsetzen, die im Branchenvergleich schlechteren Arbeits- und Leistungsbedingungen für die rund 5000 Leiharbeiter in den sechs westdeutschen VW-Fabriken zu verbessern. Angesichts der Krise sind vor allem die Jobs der Leiharbeiter gefährdet.

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