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Volkswagen legt sich auf Elektroautos fest. Das verunsichert die Zulieferer: Für Bosch, ZF und andere geht es um Milliardeninvestitionen und Jobs.

Kommentare

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  • @Herr Frank Ruger; Herr Claus Scholz:

    Sehe ich genauso wie sie, doch bin ich bezüglich e-Autos nicht ganz so negativ eingestellt - ich mag Hybrid- Autos - reine Elektroautos nicht!

    Reine E-Autos bedeuten deutlich weniger Stellen für die Produktion und auch für die Entwicklung.
    VW wird nicht nur bei den eigenen Mitarbeiter sparen sondern auch wieder deutlich mehr selbst produzieren, denn die Werke müssen ja ausgelastet werden. Die Zulieferer werden massiv Aufträge verlieren.

    Meine Meinung zu e-Autos:
    Reine e-Autos machen keinen Sinn, da bei einer Reichweite von 600 km sehr viel Rohstoffe und Energie für die Batterie bei der Produktion verschwendet werden.

    Plug-In-Hybride mit einer elektrischen Reichweite von 70 km machen Sinn, weil die Batterie sehr viel kleiner ist, also nur ein Zehntel an Rohstoffe und Energie verbraucht werden. Besonders Pendler und Menschen, die täglich bis zu 70 km fahren, können fast ausschließlich elektrisch fahren. Pendler, die am Land leben, haben häufig sogar eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach und können damit sogar Ökostrom fahren.

    Plug-In-Hybride sind wegen der geringeren Kosten der Batterien auch für den Verbraucher eher erschwinglich als reine e-Autos.
    e-Autos, die bei einer Reichweite von 600 km für 100 km 18 kWh benötigen, müssen mit 108 kWh geladen werden - das leistet keine Photovoltaik Anlage auf dem Dach eines Pendlers.
    Der Plug-In-Hybrid muss nur mit 12 kWh geladen werden - das mag eine Photovoltaik Anlage durchaus leisten.

    Für einen Plug-In-Hybrid würden auch kaum Stellen wegfallen und die Themen Ladeinfrastruktur und Überlastung der Netze würden entschärft.

    Liebe VOLKSWAGEN-Manager, liebe Politiker:
    Bitte mal nachdenken, rechnen, mit vielen Leuten reden und nicht immer nur einen Hype hinterherlaufen! Diess ist auf dem HOLZWEG!

    Nach langem Nachdenken wird mein nächstes Auto ein Plug-In-Hybrid sein! Nur mit dieser Entscheidung sehe ich mein ökologisches Gewissen befriedigt.

  • Sehr geehrter Herr Faust,

    es ist alles richtig was Sie sagen. aber auf den Hauptpunkt der Rohstoffversorgung gehen
    Sie nicht ein und das wird entscheidend werden. es gibt auch nicht einmal Ansätze von
    Recycling Modellen für die Batterien. ich kann aus eigener Praxis sagen, da ich mit Partnern
    12 Kraftwerke realisiere, die alle Emissionsfrei und Grundlastfähig sind, dass die Voraussetzungen der Elektromobilität fehlen. wir bauen Autos, ohne die notwendige Energieversorgung und ohne Recycling Konzept. wir hätten uns angesichts der Notwendigkeit von Green Energy, wohlgemerkt "Grundlastfähig " eigentlich vor Investoren nicht retten dürfen. Tatsächlich haben wir harte Jahre um die Mittel gekämpft bis vor Kurzem. Das passt doch alles nicht zusammen. Im übrigen weiß ich auch von Kollegen, die das gleiche Schicksal erleiden. Man hat hier auch z.B. mit VW gesprochen, die ja ein starkes Interesse haben müssten. Die Projekte sind von hoher Qualität und sehr weit entwickelt, also es liegt nicht an den Fakten. es gibt ein völlige Diskrepanz zwichen der öffentlichen Wahrnehmung und den tatsächlichen Geschehnissen. Diess tritt gerade die Flucht nach voren an, wenn es VW nicht überlebt ist er mit seinen verdienten Millionen schon ganz woanders.

  • das sehe ich anders als Herr Ruger. Die Simplizität des Elektromotors , die viele Rohstoffe spart (leider auch Arbeitsplätze) wird oft ignoriert. Dabei ist das nicht nur ein Vorteil bei der Produktion sonder auch ein enormer Vorteil bei der Wartung. Kein Zündkerzenwechsel, kaum Ölwechsel, kein aufwendiges Getriebe. Das ist natürlich der Horror für Zulieferer und Werkstätten. Aber ich bin sicher neue Jobs, wenn auch andere als heute, werden entstehen. Richtig ist, dass die Batterieentsorgung und Lebenszeit noch absolut nicht zufriedenstellend ist. Aber als Elektro-Ingenieur sage ich, dass gewisse Optimierungen erst durch den Druck von Skaleneffekten erreicht werden....der Status/Quo des Verbrenners kam auch nicht über Nacht. Auch wird oft übersehen, dass bei der Verwandlung des Autos in ein vollständiges rollendes Smartphone ein Regelkreis im rein elektro/magnetischem Wirkungskreis, ohne Bruch in die thermodynamische Steuerung, vorzuziehen ist. Sicherlich die Probleme beim Lebenslauf der Batterie sind nicht zu unterschätzen. Aber Zukunft wird aus Mut ohne Leichtsinn gemacht. Und ich glaube, dass die Elektro-Autos den Zustand der Utopie verlassen haben. Ich jedenfalls bin mit meinem Stromer bei einer Reichweite von ca. 300km pro Tank im urbanen Stadtgebiet und Umfeld von NRW sehr zufrieden. Und derzeit zahle ich Preise pro km, da können Verbrenner nur träumen von. Aber natürlich kommen diese Preise nur durch Förderung und Marktanreiz zustande.

  • Der Elektro Hype von VW oder anderen Herstellern wird sicherlich die teuerste Sackgasse der Automobilindustrie. Bereits jetzt ist absehbar, dass die verfügbaren Rohstoffe zum Akkubau mit Sicherheit nicht ausreichen werden, über Jahre hinweg sämtliche Automobile mit Akkus auszustatten. Dies sollte auch Herr Diess wissen; ansonsten sollte er sich einmal anschauen, wie heute z.B. in Lateinamerika Lithium und Kobalt gewonnen werden. Dann der Wiederverkaufswert eines gebrauchten Elektroautos mit mehr oder weniger kaputtem Akku wird die Interessenten auch nicht zu Freudensprüngen veranlassen.

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