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Autohersteller Opel legt Plan für die Rückkehr nach Russland vor

Unter PSA-Regie soll dem Autobauer der Neustart gelingen. Für Opel-Chef Michael Lohscheller ist Russland ein „strategisch wichtiger Markt“.
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Zunächst sollen 15 bis 20 Händler in den größten russischen Städten ein Vertriebsnetz aufbauen. Quelle: Opel Automobile GmbH/obs
Opel in Russland

Zunächst sollen 15 bis 20 Händler in den größten russischen Städten ein Vertriebsnetz aufbauen.

(Foto: Opel Automobile GmbH/obs)

HamburgOpel verkauft drei Jahre nach seinem Rückzug wieder Autos in Russland. Zum Start noch in diesem Jahr sollten 15 bis 20 Händler in den größten russischen Städten das Vertriebsnetz bilden, das danach schrittweise ausgebaut werden solle, teilte die Tochter des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroen am Donnerstag mit.

Als erste Modelle seien der Grandland X, der Zafira Life und der Vivaro Transporter vorgesehen. Der Großraum-Pkw Zafira und der Transporter sollen für den lokalen Markt im PSA-Werk in Kaluga vom Band rollen, der SUV Grandland X wird in Eisenach gebaut.

Russland sei ein großer und strategisch wichtiger Markt, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. „Dass wir direkt mit einer eigenen lokalen Fertigung wieder einsteigen können, ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig die Zugehörigkeit zur Groupe PSA ist.“

PSA will den Absatz in der Region Eurasien bis 2021 verdreifachen. Unter seinem französischen Mutterkonzern soll Opel seine Fahrzeuge verstärkt auch außerhalb Europas verkaufen. Damit schlägt Peugeot einen anderen Weg ein, als die frühere amerikanische Opel-Mutter General Motors, die Opel auf Europa beschränkt und damit wichtiger Wachstumsmöglichkeiten beraubt hatte.

Opel hatte sich während der Ukraine-Krise 2015 – damals noch unter GM – aus Russland zurückgezogen und die Produktion im Montagewerk in Sankt Petersburg eingestellt. Die zuletzt noch etwa 1000 Beschäftigten in der Fabrik verließen das Unternehmen mit Abfindungen.

Als Grund für den Rückzug gab Opel die hohen Absatzeinbußen, den Verfall des russischen Rubel und den geringen Lokalisierungsgrad der Marke an. Zwei Drittel der Teile mussten importiert werden. Zuvor hatte Opel als Reaktion auf die Russland-Sanktionen des Westens bereits die Produktion im Werk Sankt Petersburg zurückgefahren.

Peugeot hatte Opel 2017 von GM übernommen und die zuvor chronisch defizitäre Marke mit dem Blitz im Logo zurück in die Gewinne geführt.

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  • rtr
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