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Autohersteller Renault-Manager beraten erneut über Fusionsofferte von Fiat Chrysler

Bei einem Zusammenschluss von Fiat Chrysler und Renault könnte ein neuer Marktführer entstehen. In der Öffentlichkeit gibt es Vorbehalte gegen den Deal.
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Der Autobauer hat eine Fusionsofferte an Renault gestellt. Quelle: dpa
Fiat Chrysler

Der Autobauer hat eine Fusionsofferte an Renault gestellt.

(Foto: dpa)

Boulogne-BillancourtDer Renault-Verwaltungsrat will an diesem Dienstag (4.6.) erneut über die Fusionsofferte von Fiat Chrysler (FCA) beraten. Das bestätigte der Hersteller am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris auf Anfrage.

Fiat Chrysler hatte zu Wochenbeginn sein Ansinnen mitgeteilt, mit Renault zu fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufzusteigen. Der neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Am Dienstag könnte die Entscheidung fallen, förmliche Gespräche aufzunehmen, hieß es nun in Frankreich.

Renault hatte unmittelbar nach Veröffentlichung der Offerte des italienisch-amerikanischen Konzerns mit Interesse reagiert. Auch der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, reagierte positiv.

In der Öffentlichkeit gibt es jedoch Vorbehalte gegen den möglichen Milliardendeal. Die angesehene Tageszeitung „Le Monde“ kritisierte, die Beteiligung von rund 43 Prozent an dem japanischen Renault-Partner Nissan werde mit „quasi Null“ bewertet. „FCA übernimmt die Kontrolle des Japaners (Nissan) für einen Teller Linsen“, schrieb das Blatt.

Fiat Chrysler hatte vorgeschlagen, dass beide Unternehmensgruppen – also Renault und FCA – je die Hälfte an der neuen Gesellschaft halten. Durch die Fusion erhoffen sich die Konzerne jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Euro. Zusammen würden sie auf 8,7 Millionen Fahrzeuge im Jahr kommen.

Mehr: Paris fordert für eine Fusion von Fiat und Renault Zusagen für die französischen Standorte. Diese dürften im Ernstfall aber wenig helfen, meint Handelsblatt-Korrespondent Thomas Hanke.

  • dpa
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