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Autohersteller Volkswagen bekräftigt trotz Chip-Krise Gewinnprognose

Der Dax-Konzern bleibt bei seiner Jahresprognose. Welche Auswirkungen die Halbleiter-Krise auf die Produktion und Auslieferung haben kann, ist aber unklar.
22.06.2021 - 12:22 Uhr Kommentieren
Auch die Hauptmarke VW bleibe bei ihrer bisherigen Prognose. Quelle: AFP
VW

Auch die Hauptmarke VW bleibe bei ihrer bisherigen Prognose.

(Foto: AFP)

Hamburg Volkswagen hält trotz anhaltender Engpässe bei Halbleitern an seiner Jahresprognose fest. Die für den Konzern angekündigte Spanne einer operativen Marge von 5,5 bis sieben Prozent gelte nach wie vor, erklärte ein Sprecher am Dienstag.

Auch die Hauptmarke VW bleibe bei ihrer bisherigen Prognose von drei bis vier Prozent operativer Rendite für 2021. Die Anzahl an Fahrzeugen, die wegen fehlender Computerchips nicht produziert werden könne, erlaube keinen Rückschluss auf die Auslieferungen. „Glücklicherweise können wir bislang den negativen Einfluss für unsere Kunden und damit auf die Auslieferungszahlen etwa durch den Abverkauf von Lagerfahrzeugen und andere Maßnahmen spürbar begrenzen“. Als erstes hatte das Magazin „Business Insider“ über die Beibehaltung der Prognose berichtet.

Welche Auswirkungen die Halbleiterkrise auf Produktion und Auslieferungen bis zum Jahresende haben werde, könne nicht verlässlich vorgesagt werden, erklärte VW weiter. Dem Magazin zufolge rechnet der Wolfsburger Konzern aktuell mit einem Produktionsausfall von mehr als 800.000 Fahrzeugen. Dazu erklärte das Unternehmen, man habe bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass die Engpässe bei Chips zu einer sechsstelligen Anzahl von nicht produzierten Fahrzeugen geführt habe. Darüber hinausgehende Zahlen kommentiere man nicht.

Volkswagens Einkaufschef Murat Aksel hatte unlängst in einem Zeitungsinterview gesagt, der weltweite Engpass bei Computerchips werde vermutlich länger anhalten. „Im Moment sind wir am tiefsten Punkt angekommen. Wir stehen vor den härtesten sechs Wochen.“ Im dritten Quartal werde das Schlimmste überstanden sein. Trotzdem fehlten langfristig etwa zehn Prozent der Chips, weil weltweit nicht genug produziert werde. Der branchenweite Mangel an Halbleitern hat bereits mehrere Autobauer dazu gezwungen, ihre Produktionsbänder vorübergehend anzuhalten.

Mehr: BMW baut die Produktion um – Kosten sollen um 25 Prozent sinken

  • rtr
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