Autoindustrie Absatz von VW und Audi geht wegen WLTP-Umstellung weiter zurück

Probleme bei der Umstellung auf den Abgasprüfstandard WLTP haben bei Audi und VW zu Absatzrückgängen geführt. BMW hat noch keine Zahlen vorgelegt.
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Probleme bei der WLTP-Umstellung haben bei VW und Audi für Absatzrückgänge gesorgt. Quelle: dpa
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Probleme bei der WLTP-Umstellung haben bei VW und Audi für Absatzrückgänge gesorgt.

(Foto: dpa)

MünchenDie Probleme mit der Umstellung auf den strengeren Abgasprüfstandard WLTP haben im Oktober bei Audi und der Schwestermarke VW erneut für Absatzrückgänge gesorgt. Bei den Ingolstädtern sackten die Verkaufszahlen in Europa um knapp 53 Prozent ab, in Deutschland um fast 58 Prozent. Wie Audi am Freitag weiter mitteilte, ging der weltweite Absatz im vergangenen Monat um gut ein Viertel zurück auf 117.600 Fahrzeuge.

Damit lag die Marke mit den vier Ringen weit hinter Konkurrent Mercedes, der im Oktober 190.021 Wagen mit Stern auf der Motorhaube (plus knapp vier Prozent) auslieferte. BMW hat noch keine Zahlen für den vergangenen Monat vorgelegt.

Audi bekräftigte, bis zum Jahresende solle die Umstellung auf den neuen Messzyklus über die Bühne gebracht und im Gesamtjahr das Absatzniveau des Vorjahrs (1,88 Millionen Autos) erreicht werden. Von Januar bis Oktober lieferten die Ingolstädter knapp 1,53 Millionen Pkw aus, das sind 0,9 Prozent weniger.

Bei der Marke Volkswagen ging im Oktober der Absatz in Europa wegen der WLTP-Effekte um gut sieben Prozent zurück auf 122.000 Fahrzeuge. Weil laut Unternehmensangaben ein Großteil der volumenstarken Modelle bereits nach dem neuen Standard zertifiziert ist, fielen die Rückgänge im Vergleich zum September geringer aus.

„Wir erwarten, dass sich diese Erholung im November und Dezember fortsetzt“, sagte Volkswagen-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

Wie der Wolfsburger Konzern weiter mitteilte, machte der Marke VW im vergangenen Monat vor allem die Kaufzurückhaltung in China wegen des Handelskonflikts mit den USA zu schaffen. Der Absatz schrumpfte dort um fast zehn Prozent auf 274.100 Fahrzeuge.

Zuwächse in Amerika oder Russland konnten den Rückgang im größten Einzelmarkt China nicht ausgleichen. Weltweit verkaufte die Marke VW im Oktober 516.900 Fahrzeuge, das sind gut sechs Prozent weniger als vor Jahresfrist.

„Insgesamt haben wir es weltweit mit einem herausfordernden Marktumfeld zu tun“, sagte Stackmann. Von Januar bis Oktober erreichte die Zahl der Auslieferungen mit 5,14 Millionen (plus knapp zwei Prozent) einen neuen Spitzenwert.

  • rtr
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