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AutoindustrieChina-Übernahme treibt BMW-Zahlen

Der Chinadeal mit Brilliance beschert BMW zu Jahresbeginn einen milliardenschweren Sondergewinn. Weltweit gehen die Verkäufe aber zurück.Markus Fasse 05.05.2022 - 08:36 Uhr Artikel anhören

BMW profitiert von der Mehrheitsbeteiligung am Joint Venture mit dem chinesischen Autokonzern Brilliance.

Foto: Visual China Group/Getty Images

München. Der BMW-Konzern zieht einen Milliardengewinn aus der Übernahme weiterer Anteile aus seinem China-Joint-Venture. Das Unternehmen meldet für das erste Quartal ein Ergebnis vor Steuern von 12,7 Milliarden Euro, das ist rund viermal so viel wie im Vorjahresquartal.

Grund für den Gewinnsprung ist die Mitte Februar vollzogene Mehrheitsaufstockung an dem chinesischen Produktions-Joint-Venture, das die Münchener gemeinsam mit Brilliance betreiben. BMW hält nun 75 Prozent an dem Unternehmen und ist damit der erste westliche Autokonzern, der die Mehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen in China übernehmen durfte. BMW hatte bereits im Vorfeld der Zahlen auf den Sondereffekt hingewiesen – der im Wesentlichen aus Neubewertungen der bisher gehaltenen Anteile resultiert.

Im operativen Geschäft kämpft BMW mit seinen Töchtern Mini und Rolls-Royce hingegen mit schwindenden Absätzen. Weltweit lag der Absatz um 6,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Während der Konzern in den USA leicht zulegen konnte, sackten die Verkäufe in Europa und China ab. In Europa belastet der Ukrainekrieg: Wegen fehlender Kabelbäume aus den ukrainischen Werken standen mehrere deutsche Standorte wochenlang still. In China bremsen die immer neuen Lockdowns die Verkäufe.

BMW durch Ukraine-Krieg und China-Lockdown belastet

„Die Stärke und die Resilienz der BMW Group zeigen sich gerade in einem herausfordernden Umfeld“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Donnerstag. Ebenfalls renditestark präsentierte sich das Automobilsegment in den ersten drei Monaten: Die Ebit-Marge im Segment Automobile lag im Berichtszeitraum bei 8,9 Prozent. Ohne die Konsolidierung des chinesischen Joint-Ventures hätte sie bei 13,2 Prozent gelegen.

Für das laufende Jahr hatte Finanzchef Nicolas Peter bereits im März die Erwartungen gesenkt: Statt von acht bis zehn Prozent geht BMW jetzt nur noch von einer operativen Marge von sieben bis neun Prozent im Jahresverlauf aus. Wie die Rivalen Audi und Mercedes nutzt der Konzern die hohe Nachfrage, um die Preise zu erhöhen und vermehrt größere Autos mit hochwertigen Ausstattungen anzubieten. Die Autokonzerne hoffen so, die nach wie vor mangelhafte Versorgung mit Halbleitern auszugleichen.

BMW will mehr Elektroautos produzieren und verkaufen

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BMW will 2022 deutlich mehr Elektroautos bauen. Mit dem i4 und dem Elektro-SUV iX sind zwei Modelle im Hochlauf. In diesem Jahr sollen iX1 und mit dem i7 eine Elektroversion des Topmodells folgen.

Bis 2025 will BMW mehr als zwei Millionen Elektroautos verkauft haben. Bis dahin fußen alle Modelle auf technischen Plattformen, die eigentlich für Autos mit Verbrennungsmotor ausgelegt sind. Ab 2025 will der Konzern mit der „Neuen Klasse“ eine neue technische Architektur einführen, die auf Elektromobilität ausgerichtet ist.

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