Autoindustrie Elektroauto-Prämie für Tesla gestrichen

Das „Model S“ ist in Deutschland laut Bundesamt für Ausfuhrkontrolle nicht für unter 60.000 Euro zu haben. Damit gehört es nicht mehr zu den förderfähigen Modellen. Tesla bezeichnet das Ergebnis als schlichtweg falsch.
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„Model S nicht förderfähig“ – täuscht Tesla seine Kunden?

BerlinDie Kaufprämie von 4000 Euro für das Elektro-Auto „Model S“ von Tesla wird nicht länger ausgezahlt. Das zuständige Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) strich das Fahrzeug am Freitag von der Liste der förderfähigen Modelle. Grund sei, dass das Auto nur mit einem zusätzlichen Komfortpaket zu kaufen sei. Damit werde aber die Höchstgrenze von 60.000 Euro, bis zu der eine Förderung möglich sei, überschritten, sagte ein Sprecher des Bafa. Dies sei Ergebnis einer Prüfung, die seit Juli laufe.

Tesla wehrte sich gegen die Vorwürfe und bezeichnete diese als „falsch“. „Jeder in Deutschland kann die Basisversion des Modells Tesla S ohne das Komfortpaket bestellen und wir haben solche Autos an Kunden ausgeliefert“, sagte ein Sprecher des Elektroauto-Pioniers aus den USA.

Teslas jüngster Streich
Tesla Semi, der erste vollelektrische Sattelzug des kalifornischen Autoherstellers
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Der Elektroauto-Hersteller Tesla will auch das Lastwagen-Geschäft aufmischen. Firmenchef Elon Musk stellte in der Nacht zum Freitag einen strombetriebenen Sattelschlepper vor. Er soll auch mit voller Ladung von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreichen, sagte Musk. Die Produktion soll 2019 beginnen...

Tesla Semi: Der Trucker sitzt in der Mitte der Kabine
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Musk nannte keinen konkreten Preis für den Lastwagen, sondern betonte lediglich, dass Diesel-Lkw pro Kilometer 20 Prozent teurer seien. Der Sattelschlepper hat vier Motoren - und Tesla verspricht, dass er pannenfrei eine Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) schaffen kann...

Tesla stellt Elektro-Lastwagen vor
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Auch mit zwei ausgefallenen Motoren können das Fahrzeug immer noch einen Diesel-Lastwagen schlagen, versicherte Musk. In 30 Minuten solle die Batterie auf eine Reichweite von gut 640 Kilometern hochgeladen werden können. Unterwegs könne man dafür die gleichen „Supercharger“-Schnelladestationen von Tesla nutzen wie die Tesla-Pkw...

Blick ins Fahrerhaus des Semi
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Der Lastwagenfahrer soll in der Mitte der Kabine zwischen zwei großen Touchscreen-Displays sitzen. Damit spart sich Tesla auch verschiedene Versionen für den Links- oder Rechtsverkehr. Der Sattelschlepper bekommt die Funktionen des Assistenzsystems Autopilot und eine besonders robuste Windschutzscheibe. „Sie übersteht eine Atomexplosion - oder Sie bekommen Ihr Geld zurück“, scherzte Musk in seiner üblichen etwas ungelenken Manier.

Tesla Semi
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Der Lastwagen kann ab sofort reserviert werden, dabei müssen 5000 Dollar hinterlegt werden.

Tesla stellt Elektro-Lastwagen vor
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Die stromlinienförmigen Lastwagen mit kurzer Schnauze, vier Elektromotoren an den beiden hinteren Achsen, einer aufgeräumten Fahrerkabine mit nur einem mittig angeordneten Sitz, zwei großen Monitoren und einem massiven Batterie-Pack unter der Zugmaschine, würden den Wagen in nur fünf Sekunden auf knapp 120 km/h beschleunigen, stellte Musk bei der Präsentation klar. Als Zugmaschine oder mit Hänger. Selbst mit voller Beladung von über 30 Tonnen beträgt die Beschleunigungszeit nur 20 Sekunden.

Mit 30 Tonnen Ladung in nur 20 Sekunden auf Tempo 120
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Solche beeindruckenden Beschleunigungswerte seien aber kein Selbstzweck, sondern dienten der Effektivität. Während der Tesla-Truck eine fünfprozentige Steigungsstrecke mit erlaubter Maximalgeschwindigkeit von 104 km/h  hochklettern könne, schafften die besten Diesel-Lkw gerade mal 70 km/h, sagte Musk. Und ergänzte: „Fahrer werden nach Zeit bezahlt“. Selbst wenn zwei der vier Motoren ausfallen würden, wäre der Sattelzug noch schneller als ein Diesel-Lkw...

Dies gehe allein auch schon aus den Bestelloptionen für die Oberklasse-Limousine auf der Internetseite hervor. Tesla biete das Basispaket an, damit Kunden von der Prämienzahlung profitieren könnten. Der US-Autobauer wolle nun prüfen, ob Tesla-Verkäufer falsche Angaben gemacht hätten.

Der Bafa-Sprecher erklärte, dass jetzt untersucht wird, ob der Staatsanteil an den bereits ausgezahlten Prämien zurückgefordert werde. Die Förderung von 4000 Euro wird je zur Hälfte vom Hersteller und vom Steuerzahler getragen. Seit Start der Kaufprämie im Juli 2016 gingen 1274 Anträge für Tesla-Fahrzeuge auf Auszahlung ein. Davon wurden 834 bewilligt und 648 ausgezahlt. Insgesamt hat es laut Bafa bisher rund 42.250 Anträge auf Förderung von E-Autos und Hybridfahrzeugen gegeben.

  • rtr
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