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Autoindustrie Fiat Chrysler und VW fahren die Produktion in Europa runter

Die Autoindustrie wird durch das Coronavirus lahmgelegt. FCA schließt die meisten Werke. Porsche unterbricht die Produktion für einen Tag.
16.03.2020 Update: 16.03.2020 - 14:06 Uhr Kommentieren
Autoindustrie: Fiat Chrysler, VW & Co. wegen Coronavirus unter Druck  Quelle: Reuters
Fiat-Chrysler-Werk in Mirafiori

In Italien sind die meisten Produktionsstätten des Autoherstellers längst geschlossen.

(Foto: Reuters)

Mailand/Hamburg Wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie müssen immer mehr Pkw-Werke in Europa schließen. Fiat Chrysler kündigte am Montag an, die Produktion in den meisten europäischen Werken für zwei Wochen auszusetzen. Volkswagen fährt die Produktion von Seat im spanischen Martorell und im VW-Werk in Navarra herunter. Das VW-Werk in der Nähe von Lissabon drosselt die Produktion um 16 Prozent. Grund ist dort ein Mangel an Arbeitern, nachdem die portugiesische Regierung die Schließung aller Schulen angeordnet hat.

Ein VW-Sprecher sagte, die Versorgung der Werke mit Teilen werde durch die Grenzschließung in Europa immer schwieriger. Auch die Produktion in den USA wird durch die Pandemie in Mitleidenschaft gezogen. Die US-Fabrik in Chattanooga werde zunächst für einen Tag heruntergefahren, um zu sehen, welche Mitarbeiter überhaupt zur Arbeit erschienen, sagte ein VW-Sprecher.

Volkswagen dementierte aber Medienberichte, dass die Produktion in seinem Hauptwerk stillgelegt werden könnte. „In Wolfsburg läuft die Produktion“, sagte ein Sprecher. Die Situation könne sich aber natürlich verändern. Die „Financial Times“ hatte zuvor berichtet, VW erwäge starke Einschränkungen auch am Stammsitz Wolfsburg.

Der Sportwagenbauer Porsche unterbricht wegen des Coronavirus am Dienstag für einen Tag die Produktion im Stammwerk Zuffenhausen An diesem Tag schließen in Baden-Württemberg die Kindergärten und Schulen. Beschäftigte, die nicht mobil arbeiten können, bekommen einen Tag frei, um die Betreuung von Kindern für die kommenden Tage zu organisieren, teilt das Unternehmen mit.

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    Porsche versucht damit die Nachteile der Beschäftigten in den Werken am Band, die nicht von zuhause arbeiten können, etwas auszugleichen. Darüber hinaus gebe es keine wirtschaftlichen Gründe für die Maßnahme wie etwa eine schwächere Auftragslage, betonte ein Sprecher. Eine Ausweitung des eintägigen Produktionsstopps auf das Leipziger Werk ist vorgesehen, sobald auch dort die Schulen und Kitas flächendeckend schließen.

    Um eine Ausweitung des Coronavirus zu vermeiden, hat Porsche eine Reihe an Maßnahmen ergriffen. Ab Montag wird das „mobile Arbeiten“ ausgeweitet. Bis auf Weiteres sollen Mitarbeiter, wenn die „betrieblichen und persönlichen Voraussetzungen“ hierfür gegeben sind, mobil arbeiten.

    Der Autobauer wies seine Beschäftigten an, Dienstreisen bis auf Weiteres grundsätzlich zu vermeiden. Deshalb dürfen Mitarbeiter, die nicht mobil arbeiten können, an diesem Tag zuhause bleiben. Dies soll ihnen helfen, die Betreuung für die folgenden Tage zu organisieren.“

    Fiat Chrysler teilte mit, in den italienischen Fabriken Melfi, Pomigliano, Cassino, Mirafiori, Grugliasco und Modena werde bis 27. März nicht gearbeitet. Die Produktion im serbischen Kragujevac und das polnische Werk Tychy würden ebenfalls geschlossen. Die vorübergehende Aussetzung ermögliche es dem Autobauer, auf die gesunkene Pkw-Nachfrage effektiv zu reagieren. Der italienisch-amerikanische Autobauer hatte vergangene Woche bereits angekündigt, die Fabriken in Pomigliano, Melfi, Atessa und Cassino an zwei Tagen in der Woche ruhen zu lassen.

    Der Luxussportwagenbauer Ferrari hat als Reaktion auf die Virus-Krise ebenfalls beiden Werke in Maranello und Modena bis 27. März dichtgemacht. Der zu Volkswagen gehörende Rivale Lamborghini hat bis 25. März einen Produktionsstopp verhängt.

    Italien ist besonders hart von der Epidemie getroffen, das ganz Land steht praktisch still. In Spanien gelten ähnliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Es wird damit gerechnet, dass die Autonachfrage europaweit massiv sinken wird, weil in Zeiten von Corona kaum jemand an den Kauf eines neuen Fahrzeugs denkt. In China, wo die Epidemie ihren Ursprung hat, läuft es dagegen besser. Dort gehen immer mehr Werke wieder ans Netz.

    Mehr: Warum die Autoindustrie auch die Coronakrise meistern wird.

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