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Autoindustrie Geely bietet neue E-Auto-Architektur auch anderen Herstellern an

Mit einer neuen Architektur will der chinesische Konzern den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen. Dafür will man auch mit anderen Konzernen kooperieren.
25.09.2020 - 10:58 Uhr Kommentieren
Der chinesische Autobauer Geely stellt das elektrische Konzeptauto
Neues Geely-Concept

Der chinesische Autobauer Geely stellt das elektrische Konzeptauto "Concept Zero" seiner Tochter Lynk&Co in vor.

(Foto: dpa)

Peking Der chinesische Autobauer Geely will seine neue Architektur für Elektroautos auch anderen Herstellern anbieten. Der Konzern, dem auch Volvo gehört, stellte die Technologie vor Beginn der internationalen Automesse am Samstag in Peking mit einem neuen Konzeptauto „Zero Concept“ seiner Tochter Lynk&Co vor.

Es habe eine Reichweite von 700 Kilometern und soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Gespräche mit anderen internationalen Autofirmen liefen, teilte das Unternehmen mit, dem als größter Anteilseigner fast zehn Prozent des deutschen Automobilkonzerns Daimler gehören.

Bei der Architektur handelt es sich nicht nur um die Plattform, sondern auch um die Batterie, Software und Konnektivität, mit der andere Autobauer eigene Modelle bauen können. Gründer Li Shufu sagte, die Entwicklung der E-Auto-Architektur sei „der größte Sprung vorwärts für Geely in mehr als einem Jahrzehnt“. Die Innovation werde Volumen und Skalierbarkeit von Elektrofahrzeugen deutlich ausweiten. Geely wolle die Vorteile auch anderen anbieten, da die Industrie gemeinsame Interessen im Kampf gegen den Klimawandel habe.

Die sogenannte Sea-Architektur (Sustainable Experience Architecture) soll über das ganze Portfolio von Geely mit neun Marken eingesetzt werden. Geely habe über vier Jahre 18 Milliarden Yuan, umgerechnet 2,2 Milliarden Euro, in die Entwicklung gesteckt, berichtete die Finanzagentur Bloomberg. Ein Firmensprecher sagte, das Unternehmen wolle sich damit zum „Mobilitätsdienste-Anbieter“ entwickeln und die traditionelle Autoindustrie aufrütteln.

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    Die Technologie sei in den Forschungszentren in China, Schweden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich entwickelt worden. Kurzfristig dürften mehrere hunderttausend Fahrzeuge damit in China produziert werden. Langfristig solle die Zahl „erheblich gesteigert“ werden, sagte der Sprecher vor der Messe, die am Samstag die Pforten öffnet. Die „Auto China 2020“ in Peking ist die erste große internationale Automesse seit mehr als einem halben Jahr.

    Die Ausstellung, die zu den größten der Branche zählt, war im Frühjahr zunächst wegen der Pandemie verschoben worden. Da China seit Wochen kaum noch lokale Infektionen hat, kann die Messe nachgeholt werden.

    Mehr: Wie Chinas Pläne zur Klimaneutralität die EU wieder zu Getriebenen machen

    • dpa
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