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Autoindustrie Schaeffler erhöht Prognose: „Schalten aber nicht auf Schönwetter-Segeln um“

Das China-Geschäft des Autozulieferers boomt, das Effizienzprogramm sorgt für Gewinne. Schaeffler rechnet nun mit mehr als zehn Prozent Wachstum.
12.05.2021 Update: 12.05.2021 - 10:13 Uhr 1 Kommentar
Bei dem Autozulieferer laufen die Geschäfte wieder besser. Quelle: imago images/Manfred Segerer
Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach

Bei dem Autozulieferer laufen die Geschäfte wieder besser.

(Foto: imago images/Manfred Segerer)

München Nach dem schwungvollen Start ins neue Jahr hat der Autozulieferer Schaeffler seine Prognose für 2021 erhöht. Vor allem in China laufen die Geschäfte besser als erwartet. „Wir bleiben aber vorsichtig und stellen nicht auf Schönwetter-Segeln um“, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Mittwoch dem Handelsblatt.

Im Gesamtjahr rechnet Schaeffler nun mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von mehr als zehn Prozent. Die operative Umsatzrendite (Ebit) vor Sondereffekten soll bei sieben bis neun Prozent liegen. Bislang hatte der Wälzlagerspezialist für 2021 ein Umsatzplus von mehr als sieben Prozent und eine Marge von sechs bis acht Prozent angekündigt.

Schaeffler hatte bereits von einem guten ersten Quartal berichtet und erklärt, die Prognose zu überprüfen. In den ersten drei Monaten konnte der Konzern die Umsätze währungsbereinigt um gut elf Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro steigern. Die Gewinnmarge vor Sondereffekten betrug 11,3 Prozent.

„Das erste Quartal war außerordentlich gut“, sagte Rosenfeld. Die hohen Margen dürfe man aber nicht „mit dem Lineal auf das ganze Jahr fortzeichnen“. Die Dynamik nehme aktuell etwas ab.

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    Angetrieben wird das Wachstum vor allem von China. In der Automotivesparte legten die Erlöse in der Region Greater China sogar um währungsbereinigt mehr als 74 Prozent zu. Im Vorjahreszeitraum hatte die Corona-Pandemie die Geschäfte stark belastet.

    Dank der gut laufenden Geschäfte und der laufenden Effizienzprogramme konnte Schaeffler auch unter dem Strich wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Nettogewinn im ersten Quartal betrug 235 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Schaeffler auch wegen Sonderbelastungen einen Verlust von 186 Millionen Euro gemacht.

    Bislang keine großen Erfolge an der Börse

    An der Börse konnte Schaeffler bislang noch keine große Erfolgsgeschichte schreiben. Beim Börsengang vor fünf Jahren waren die Aktien zu einem Preis von 12,50 Euro ausgegeben worden. Immerhin hat sich Schaeffler in den vergangenen Monaten besser geschlagen als der Markt. Trotz Erhöhung der Prognose sank der Kurs am Mittwoch um zwischenzeitlich gut drei Prozent auf rund 7,40 Euro. Später drehte die Aktie aber ins Plus.

    Auch der Zulieferer Continental, an dem die Familie Schaeffler ebenfalls maßgeblich beteiligt ist, hatte von einem guten Start ins neue Jahr berichtet.

    Allerdings leidet derzeit die gesamte Autobranche unter dem weltweiten Chipmangel. So musste Daimler die Produktion der E-Klasse in Sindelfingen zwischenzeitlich aussetzen. Der japanische Autobauer Nissan geht sogar davon aus, in der ersten Jahreshälfte 500.000 Autos nicht bauen zu können.

    Schaeffler-CEO Rosenfeld sagte: „Wir sind vom Chipmangel eher indirekt betroffen, beobachten die Entwicklung aber genau.“ Niemand wisse, wann sich die Lage wieder normalisiere. Schaeffler sei aber in der Lage, kurzfristig auf Veränderungen am Markt zu reagieren. „Die Lage ist nicht mit Corona im vergangenen Jahr vergleichbar.“ Der Konzern profitiere zudem davon, dass auch das Industriegeschäft gut laufe.

    Mehr: Volkswagen trotzt dem Chipmangel

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    1 Kommentar zu "Autoindustrie: Schaeffler erhöht Prognose: „Schalten aber nicht auf Schönwetter-Segeln um“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sie erinnern sich,:
      Vor ungefähr 4 Jahren wollte Frau Schaeffler, lt einer Pressemittelung, aufgrund der angeblichen miesen Geschäftslage schon bei ALDI einkaufen gehen.
      Der Sohn sollte seinen Luxussportwagen verkaufen. Schlimm, schlimm.
      Die Massenentlassungen sind schon wieder vergessen.
      Es lebe die freie Marktwirtschaft.
      the stupid german

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