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Autoindustrie Toyota fährt auch in der Coronakrise Gewinn ein

Japans Autoriese hat sich seit Jahren für eine große Krise gerüstet. Das zahlt sich in der Corona-Pandemie aus: Trotz Krise macht Toyota Gewinn.
06.08.2020 - 11:46 Uhr Kommentieren
Der japanische Autoriese Toyota schreibt selbst in der Coronakrise Gewinne. Quelle: AFP
Akio Toyoda

Der japanische Autoriese Toyota schreibt selbst in der Coronakrise Gewinne.

(Foto: AFP)

Tokio Japans größter Autohersteller Toyota hat im vergangenen Quartal trotz der globalen Coronakrise noch einen Gewinn erzielt. Obwohl der Umsatz um 40 Prozent auf 4,6 Billionen Yen (38,6 Milliarden Euro) absackte, konnte Toyota noch einen Betriebsgewinn von 13,9 Milliarden Yen (110 Millionen Euro) erwirtschaften. Dies entspricht zwei Prozent des Gewinns im Vorjahresquartal. Der Reingewinn sank dagegen um 74 Prozent auf 158,8 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro).

Der Konzern bestätigte zudem seine Gewinnprognose für sein bis Ende März 2021 laufendes Bilanzjahr. Toyota erwartet weiterhin 500 Milliarden Yen (vier Milliarden Euro) Betriebsgewinn, was einer Gewinnmarge von 2,1 Prozent entsprechen würde. 2019 strich Toyota noch acht Prozent des Umsatzes ein. Neu ist, dass Toyota nun einen Reingewinn von 730 Milliarden Yen (5,8 Milliarden Euro) anpeilt, rund ein Drittel des Vorjahreswerts.

Toyota unterstrich damit seine gegenwärtige Ausnahmestellung in der globalen Autoindustrie in der Pandemie. Im Gegensatz zu Japans Branchenprimus sind die meisten anderen Hersteller im ersten vollen Coronaquartal tief in die Verlustzone gerutscht, da in vielen Ländern Produktion und Verkauf gestoppt werden mussten.

Der Lokalrivale Honda beispielsweise bezifferte am Mittwoch seinen Betriebsverlust auf 114 Milliarden Yen (910 Millionen Euro), der Sanierungsfall Nissan zuvor sogar auf 154 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro). Doch während auch Honda im Gesamtjahr wieder einen Gewinn erwartet, kündigte Nissan einen Verlust von 670 Milliarden Yen (5,4 Milliarden Yen) an.

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    Bei Toyota zahlt sich in der Pandemie aus, dass Konzernchef Akio Toyoda seit seinem Amtsantritt im Jahr 2009 seinen Konzern auf die nächste Krise vorbereitet hat. Geschockt von Toyotas Rekordverlust in der Finanzkrise wollte der Enkel des Firmengründers sein Erbe so flexibel und profitabel trimmen, dass der Konzern auch in einer noch größeren Krise Gewinne erzielen kann.

    Lexus im Aufwind

    Seine Politik hat nun vorerst den Härtetest bestanden. Aber die Bilanz zeigt, dass auch Toyota schwer unter der Corona-Pandemie leidet. Für das Gesamtjahr sagt Toyota nun voraus, dass der Absatz von 10,4 Millionen auf 9,1 Millionen Autos sinken wird. Aber dieser 13-prozentige Fall führt selbst in den Berechnungen der Japaner zu einem weitaus stärkeren Einbruch der Gewinne.

    Immerhin erholt sich die globale Autoproduktion. Die Verkäufe erreichten im Juni rund 84 Prozent des Vorjahresniveaus. Der Konzern erwartet, dass sich der Absatz im laufenden Quartal auf einem ähnlichen Niveau bewegen und dann im Weihnachtsquartal auf 95 Prozent des Vorjahresniveaus steigen wird. Für die ersten drei Monate des Jahres 2021 peilt Toyota dann fünf Prozent mehr Verkäufe als normal an.

    In der Pandemie gab es allerdings zwei Lichtblicke: Toyotas Premiummarke Lexus verkaufte im Juni so viele Autos wie nie zuvor. Und in China konnten im gesamten Quartal mehr Autos als ein Jahr zuvor abgesetzt werden, besonders in der Oberklasse. Im Juni wurden rund 22.000 Fahrzeuge der Premiummarke in China verkauft – das ist rund ein Drittel der Lexus-Kundschaft.

    Die Nachfrage im Reich der Mitte drückt sich auch in Toyotas Quartalsbilanz aus. Während die Erträge in den übrigen Märkten absackten und in den USA sowie Europa ins Minus fielen, konnte Toyota in China den operativen Betriebsgewinn und seine Gewinnanteile aus Gemeinschaftsunternehmen um 44 Prozent auf 97 Milliarden Yen (770 Millionen Euro) erhöhen.

    Die Aktionäre reagierten positiv auf die jüngsten Zahlen-Meldungen. Die Toyota-Aktie legte um rund 2,7 Prozent auf 54 Euro zu.

    Mehr: Elektroautos boomen – doch deutsche Hersteller stehen nur in der zweiten Reihe.

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