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Autoindustrie Volkswagen und Brose kooperieren bei Autositzen

Der fränkische Zulieferkonzern Brose steigt bei der VW-Konzerntochter Sitech ein. Das Joint Venture soll die Branchengrößen Adient und Lear angreifen.
13.07.2020 - 19:19 Uhr Kommentieren
Brose-Eigentümer Michael Stoschek ist zuversichtlich, dass das Gemeinschaftsunternehmen im Markt eine führende Rolle spielen wird. Quelle: dpa
Michael Stoschek

Brose-Eigentümer Michael Stoschek ist zuversichtlich, dass das Gemeinschaftsunternehmen im Markt eine führende Rolle spielen wird.

(Foto: dpa)

München Die VW-Tochter Sitech mit rund 5000 Beschäftigten bekommt einen neuen Eigentümer. Am Montag erklärten Volkswagen und der fränkische Automobilzulieferer Brose, ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Autositzen gründen zu wollen. Faktisch übernimmt Brose damit die VW-Autositztochter zur Hälfte und steigt damit selbst in ein neues Geschäftsfeld ein. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten beide Unternehmen am Brose-Firmensitz in Coburg.

Volkswagen sucht seit Längerem einen Partner für die Entwicklung und Fertigung von Autositzen. Sitech ist Teil des seit Januar 2019 selbstständig agierenden Geschäftsbereichs „Komponente“, in der Volkswagen die hausinternen Zulieferprodukte gebündelt hat.

Die wichtigsten Standorte finden sich in Deutschland, Polen und China. Anders als beispielsweise Daimler oder BMW macht Volkswagen noch viele Komponenten selbst. Hier will der Konzern die Kosten deutlich senken und wenn möglich Partnerschaften mit Zulieferern eingehen.

„Das Interieur der Zukunft wird neu definierter Lebensraum sein, bei dem neben Komfort und Sicherheit die Flexibilität und Personalisierung des Innenraums im Vordergrund stehen“, sagt Thomas Schmall, Chef des Geschäftsbereichs Komponente. Diese Aufgabe könne das neue Gemeinschaftsunternehmen „perfekt“ abdecken und Sitech somit zum „Global Player“ aufsteigen.

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    Brose-Eigentümer Michael Stoschek sagte, er sei zuversichtlich, dass Brose und Volkswagen auf dem „hart umkämpften Markt für Fahrzeugsitze eine führende Position“ einnehmen werden. Daniela Cavallo, stellvertretende Betriebsratschefin von Volkswagen sieht die neue Einheit zukunftssicher aufgestellt. Sie verwies zudem auf eine Beschäftigungssicherung bis 2029.

    Nicht nur VW als Kunde

    Bei der Einheit Sitech, die fast ausschließlich für Volkswagen, Audi, Porsche und Skoda arbeitet, bietet sich die Partnerschaft mit einem Zulieferer an. Zum einen steigt der Kostendruck, zum anderen müssen auch bei Autositzen neue Technologien entwickelt werden. Neben mechanischen Komfortfunktionen wie die Sitzverstellung werden Autositze in Zukunft auch Datenlieferanten, beispielsweise über das Sammeln und Auswerten des Gesundheitszustands des Fahrers.

    Brose ist mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Euro und 26.000 Beschäftigten ein weltweit agierender Zulieferkonzern mit dem Schwerpunkt Inneneinrichtungen.

    Das Unternehmen ist Spezialist für Tür- und Schließsysteme und verstellbare Sitze. Mit Sitech hätten die Franken Zugriff auf einen der großen Sitzlieferanten. Das neue Unternehmen soll jenseits der Aufträge aus dem VW-Konzern aber auch um Drittkunden werben. Hier tritt Sitech gegen Adient, Lear und Faurecia an, die führenden Anbieter von Autositzen. Der Weltmarkt für Autositze hat ein Volumen von knapp 80 Milliarden Dollar.

    Mehr: VW-Sitzhersteller schließt Werk mit 450 Jobs in Hannover.

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