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Autoindustrie VW-Chef Herbert Diess: „Ich wünsche mir eine höhere CO2-Steuer von der Politik“

Der Automanager hält den Preis für Kohlendioxid-Abgase für zu gering. Als Positivbeispiel verweist er auf Schweden.
23.01.2020 - 19:00 Uhr 2 Kommentare
„Ich halte den Preis für zu niedrig.“ Quelle: Reuters
VW-Chef Herbert Diess

„Ich halte den Preis für zu niedrig.“

(Foto: Reuters)

Davos VW-Chef Herbert Diess fordert von der Politik einen deutlich höheren Preis für klimaschädliche Kohlendioxid-Abgase. „Ich halte den Preis für zu niedrig. Ich wünsche mir weiterhin eine höhere CO2-Steuer von der Politik“, sagte der Vorstandschef des weltgrößten Automobilkonzerns der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Freitag) in Davos am Rande des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums.

Für das kommende Jahr peilt die Bundesregierung einen Preis von zunächst 25 Euro je Tonne CO2-Ausstoß an. „Schauen wir uns doch mal in Europa um: In Schweden haben wir mehr als 100 Euro je Tonne und das funktioniert gut“, sagte Diess dem Blatt. Klimaschützer und Umweltorganisationen hatten das von der Bundesregierung ursprünglich geschnürte Klimapaket mit zehn Euro je Tonne als unzureichend kritisiert – daraufhin hatten Bund und Länder sich auf einen Anfangspreis von 25 Euro je Tonne verständigt. Der CO2-Preis lässt den Preis für fossile Heiz- und Kraftstoffe für Verkehr und Gebäude steigen.

Diess gilt als entschiedener Fürsprecher von Elektroautos und setzt mit neuen E-Modellen des Konzerns in den kommenden Jahren viel auf diese Karte. Autokonzernen, die die schärferen CO2-Abgasziele der EU ab spätestens 2021 nicht einhalten, drohen milliardenschwere Strafzahlungen.

Diess hat zuletzt zudem versucht, dem Wolfsburger Autoriesen ein grüneres Image zu geben und unter anderem auch eine schnellere Wende hin zu erneuerbaren Energien gefordert.

„Es hilft uns derzeit eher, dass Tesla zeigt, wie es geht“, sagte Diess mit Blick auf den US-Elektroautopionier, der mit seinen E-Autos am Markt erfolgreich ist. „Wir sind uns noch ziemlich sicher, dass wir mithalten können, wenn wir jetzt in der Elektromobilität schnell hochfahren und die nötigen Software-Kompetenzen aufbauen.“ Aber Tesla werde auch schnell weiter wachsen und bleibe wahrscheinlich der schärfste Herausforderer.

Mehr: Investor Frank Thelen ist Tesla-Fahrer und Aktionär. Für das Handelsblatt analysiert der Gründer die Erfolgsgeschichte von Elon Musk – und prophezeit VW und Co. eine düstere Zukunft. Ein Gastbeitrag.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Autoindustrie: VW-Chef Herbert Diess: „Ich wünsche mir eine höhere CO2-Steuer von der Politik“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • VW soll erst mal seine ALTSCHULDEN gegenüber d, deutschen Autofahrern begleichen.

    Hält sich H. Diess für Gottähnlich.?

  • Klar - der braucht das auch nicht zu bezahlen. Jetzt geht es wieder darum, die teuren E-Fahrzeuge in den Markt zu drücken. Der gelackmeierte ist wieder der Kunde, der sein Fahrzeug länger fahren will oder bei Verkauf Verluste einfährt.

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