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Autoindustrie WLTP-Effekt beflügelt den Autoabsatz – Porsche vervierfacht die Verkäufe

Der Autoabsatz hat in Deutschland sprunghaft zugelegt. Doch der Zuwachs ist kein Zeichen der Erholung, sondern einem Sondereffekt geschuldet.
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Die Sportwagenmarke hat die WLTP-Schwierigkeiten überwunden. Quelle: Reuters
Porsche Cayenne

Die Sportwagenmarke hat die WLTP-Schwierigkeiten überwunden.

(Foto: Reuters)

Berlin Der deutsche Automarkt hat im September deutlich zugelegt: Rund 244 622 Neuwagen konnten die Hersteller hierzulande verkaufen – fast ein Viertel mehr als noch im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte.

Vor allem deutsche Hersteller konnten ihren Absatz demnach zum Teil mehr als vervierfachen: Die VW-Tochter Porsche verzeichnete laut KBA einen Zuwachs von 431 Prozent, blieb mit 2512 verkauften Fahrzeugen aber auf niedrigem Niveau. VW selbst verdoppelte nahezu seinen Absatz auf 39.750 Fahrzeuge in Deutschland.

Doch das satte Plus ist vor allem auf einen Sondereffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen. Wegen der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP konnte der VW-Konzern viele Modelle nicht ausliefern. Besonders die Premiummarken Porsche und Audi, aber auch viele VW-Modelle konnten wegen der Umstellung nicht verkauft werden. Dieses Jahr liefen die Geschäfte im September dagegen wieder normal.

Dass der Markt in Deutschland sich nicht erholt hat, ist an den Zulassungszahlen der Hersteller zu sehen, die im Vorjahr nicht mit WLTP zu kämpfen hatten. Bei BMW und Opel lief das Geschäft schlechter. Neuzulassungen dieser Marken gingen im September um knapp 19 Prozent (19.881 verkaufte Fahrzeuge) beziehungsweise rund 9 Prozent (18.488 Fahrzeuge) zurück.

Unterm Strich ist durch den Ausreißer im September auch die Zahl der Neuzulassungen zwischen Januar und September um 2,5 Prozent gestiegen. Auf dem weltweiten Markt ergibt sich indes ein anderes Bild. In den USA war Volkswagens Erfolgsserie im September vorerst beendet: Um 12 Prozent brach dort der Absatz im Jahresvergleich ein und es wurden nur noch knapp 27.000 Fahrzeuge verkauft. BMW wiederum legte auf dem US-Markt um sechs Prozent auf knapp 27.500 Autos zu.
Mehr: Politische Unsicherheiten belasten den Autoabsatz. Die Zahl der Neuzulassungen wird sogar sinken, meint der europäische Autoherstellerverband Acea.

  • dpa
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